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<title>Denkmalschutz</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Denkmalschutz</span></h1>
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<p>Der <b>Denkmalschutz</b> dient dem Schutz von <a href="Kulturdenkmal" title="Kulturdenkmal">Kulturdenkmälern</a> und kulturhistorisch relevanten Gesamtanlagen (<a href="Bauensemble#Ensembleschutz" title="Bauensemble">Ensembleschutz</a>). Ziel ist es, dafür zu sorgen, dass <a href="Denkmal_(Zeugnis)" class="mw-redirect" title="Denkmal (Zeugnis)">Denkmale</a> dauerhaft erhalten und nicht verfälscht, beschädigt, beeinträchtigt oder zerstört werden und so diese zumeist architektonisch anspruchsvollen <a href="Kulturgut" title="Kulturgut">Kulturgüter</a> dauerhaft gesichert werden. Die rechtliche <a href="Definition" title="Definition">Definition</a> und Rahmenbedingungen für den Denkmalschutz werden durch das <i>Denkmalrecht</i> festgelegt.
</p><p>Denkmalschutz ist Teil des <a href="Kulturgutschutz" title="Kulturgutschutz">Kulturgutschutzes</a>. Maßnahmen, die zur Erhaltung und Unterhaltung von Kulturdenkmälern notwendig sind, bezeichnet man als <a href="Denkmalpflege" title="Denkmalpflege">Denkmalpflege</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Zweck">Zweck</h2></div>
<p>Der Denkmalschutz verfolgt das Ziel, <a href="Denkmal_(Zeugnis)" class="mw-redirect" title="Denkmal (Zeugnis)">Denkmale</a> dauerhaft zu erhalten. Dem <a href="Kulturgut" title="Kulturgut">kulturellen Erbe</a> einer Gesellschaft kommt die Funktion zu, anhand dinglicher und sinnlich wahrnehmbarer <a href="Historisch" class="mw-redirect" title="Historisch">historischer</a> Zeugnisse über die Geschichte der Gesellschaft zu informieren und im Bereich des Denkmalschutzes so ein lebendiges Bild der Baukunst und Lebensweise vergangener Zeiten zu erhalten. Denkmalschutz kann auch als Bestandteil der Erhaltung von <a href="Lebensqualit%C3%A4t" title="Lebensqualität">Lebensqualität</a> betrachtet werden.
</p><p>Es gibt internationale, nationale und landesspezifische rechtliche Grundlagen zum Denkmalschutz. Die internationale Grundlage bildet das Übereinkommen zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Menschheit (<i>Convention Concerning the Protection of the World Cultural and Natural Heritage</i>), das am 16. November 1972 von der Generalkonferenz der <a href="UNESCO" title="UNESCO">UNESCO</a> verabschiedet wurde. Die operativen Richtlinien des Übereinkommens machen genaue Angaben zur praktischen Umsetzung der Welterbekonvention und leiten die Vertragsstaaten an, wie das Übereinkommen anzuwenden ist. Dieses internationale Unterfangen schuf ein Bewusstsein dafür, dass es Denkmäler, aber auch Bauten oder Orte auf der ganzen Welt gibt, deren Erhalt im Interesse der gesamten Menschheit steht, da sie einzigartige Zeugnisse der Menschheitsgeschichte, Naturgeschichte und Kulturgeschichte darstellen. In der Folge wurden auch viele Staaten hinsichtlich dem Aufbau beziehungsweise der Verbesserung ihrer nationalen Bestimmungen zum Denkmalschutz tätig.
</p><p>Dabei geht es international beim Denkmalschutz als Teil des Schutzes von Kulturgütern besonders darum, das besonders sensible kulturelle Gedächtnis, die gewachsene kulturelle Vielfalt, die geschichtlichen Hintergründe und die wirtschaftliche Grundlage eines Staates, einer Region oder einer Gesellschaft zu erhalten. Es besteht auch ein Zusammenhang zwischen der Zerstörung dieser Grundlagen und Fluchtursachen, wie <a href="Karl_Habsburg-Lothringen" title="Karl Habsburg-Lothringen">Karl von Habsburg</a>, Präsident von <a href="Blue_Shield_International" title="Blue Shield International">Blue Shield International</a>, bei einem Kulturgutschutz-Einsatz im April 2019 im Libanon mit der <a href="United_Nations_Interim_Force_in_Lebanon" title="United Nations Interim Force in Lebanon">United Nations Interim Force in Lebanon</a> erläuterte: „Kulturgüter sind ein Teil der Identität der Menschen, die an einem bestimmten Ort leben. Zerstört man ihre Kultur, so zerstört man damit auch ihre Identität. Viele Menschen werden entwurzelt, haben oft keine Perspektiven mehr und flüchten in der Folge aus ihrer Heimat.“<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Im Zusammenhang mit dem <a href="Klimaschutz" title="Klimaschutz">Klimaschutz</a> und Umweltschutz kommt dem Denkmalschutz eine weitere Rolle zu, da der Erhalt bereits verbauter Materialien und Ressourcen dabei hilft, Emissionen und Abfälle zu reduzieren.<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Basis des Denkmalschutzes ist das jeweilige Denkmalrecht der Staaten und gegebenenfalls der <a href="Land_(Deutschland)" title="Land (Deutschland)">Länder</a>, das festlegt, was ein Denkmal ist. Aufgabe der Denkmalschutzbehörden ist auch die <a href="Inventarisation" title="Inventarisation">Inventarisierung</a> des Denkmalbestandes in <a href="Denkmalliste" title="Denkmalliste">Denkmallisten</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Geschichte">Geschichte</h2></div>
<p>Seit Urzeiten existieren Bauwerke, die aufgrund ihres ästhetischen Reizes oder ihrer imposanten Dimensionen auch massive historische Gefährdungen durch Eroberungen, Änderung der herrschenden Religion etc. überdauern und weiter erhalten werden, häufig auch über Umwidmungen (Beispiele <a href="Pantheon_(Rom)" title="Pantheon (Rom)">Pantheon in Rom</a>, <a href="Hagia_Sophia" title="Hagia Sophia">Hagia Sophia</a>, <a href="Felsendom" title="Felsendom">Felsendom</a> in Jerusalem, <a href="Mezquita_de_C%C3%B3rdoba" class="mw-redirect" title="Mezquita de Córdoba">Mezquita</a> von <a href="C%C3%B3rdoba_(Spanien)" title="Córdoba (Spanien)">Córdoba</a>). Hier ist aber höchstens von Vorformen des Denkmalschutzes zu sprechen. Die – vergebliche – <a href="Agitation" title="Agitation">Agitation</a> zur Erhaltung der konstantinischen Basilika an der Stelle, wo sich heute der römische <a href="Petersdom" title="Petersdom">Petersdom</a> befindet, berief sich bereits auf Unvordenklichkeit und Tradition und kann als Vorstufe modernen Denkmalschutzdenkens gelten, das aus dem <a href="Rationalismus" title="Rationalismus">Rationalismus</a> der <a href="Aufkl%C3%A4rung" title="Aufklärung">Aufklärung</a> erwuchs. Vor allem die <a href="Franz%C3%B6sische_Revolution" title="Französische Revolution">Französische Revolution</a> mit ihrer staatlich geförderten <a href="S%C3%A4kularisierung" title="Säkularisierung">Säkularisierung</a> trug dazu bei, die Aura alter Bauwerke zu entsakralisieren und musealisieren.
</p><p>Andererseits bewirkten die zerstörerischen Exzesse in Revolutionsepochen (Beispiel: Zerstörung der <a href="Abtei_Cluny" title="Abtei Cluny">Klosteranlage von Cluny</a>) und der <a href="S%C3%A4kularisation" title="Säkularisation">Säkularisation</a> anschließend im Rahmen der <a href="Restauration_(Frankreich)" title="Restauration (Frankreich)">Restauration</a> nach 1815 eine Zuwendung zur Tradition. In diesem Spannungsfeld entstanden im frühen 19. Jahrhundert die ersten Denkmalschutzgesetze. Eine weitere Traditionslinie des Denkmalschutzgedankens kommt aus der <a href="Heimatbewegung" title="Heimatbewegung">Heimatbewegung</a> seit dem späten 19. Jahrhundert, die sich auch als zivilisationskritische Gegenbewegung zur <a href="Industrielle_Revolution" title="Industrielle Revolution">industriellen Revolution</a> und den damit einhergehenden <a href="Verst%C3%A4dterung" class="mw-redirect" title="Verstädterung">Verstädterungsprozessen</a> verstand.
</p><p>Die frühesten Versuche zur Verhinderung weiterer Abrisse wertvoller Gebäude durch staatliche Verordnungen erfolgten in Hessen-Darmstadt (1818), Preußen (1821), Württemberg (1828) und Baden (1812/1837).<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Allerdings bezog sich der Denkmalschutzgedanke im frühen 19. Jahrhundert nur auf große Kirchen, Klöster und Burgruinen aus dem <a href="Mittelalter" title="Mittelalter">Mittelalter</a>, dann auch auf mittelalterliche Rathäuser und Stadttore.
</p><p>Der Kreis als schutzwürdig geltender Bauten wurde seither Generation für Generation immer weiter ausgedehnt und erfasste in den 1890er Jahren auch Bauten der <a href="Barockzeit" class="mw-redirect" title="Barockzeit">Barockzeit</a>, seit den 1930er Jahren zudem <a href="Bauernh%C3%A4user" class="mw-redirect" title="Bauernhäuser">Bauernhäuser</a> und Altstadtensembles, seit den 1950er Jahren <a href="Klassizismus" title="Klassizismus">klassizistische</a> Bauten und ab den 1970er Jahren <a href="Gr%C3%BCnderzeitstil" class="mw-redirect" title="Gründerzeitstil">Gründerzeithäuser</a> und Industriebauten. Seit etwa dem Jahr 2000 richtet sich das Augenmerk der Denkmalerfassung auch auf bedeutende Bauten der Nachkriegsmoderne.<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Globalisierung">Globalisierung</h2></div>
<p>Einige gegenwärtige Diskussionen spielen sich dabei zum Teil bereits auf globalisierter Ebene ab, wie um das <a href="Weltkulturerbe" class="mw-redirect" title="Weltkulturerbe">Weltkulturerbe</a> und Aktivitäten der <a href="UNESCO" title="UNESCO">UNESCO</a> und der <a href="ICOMOS" class="mw-redirect" title="ICOMOS">ICOMOS</a>. Als Bindeglied zwischen nationalen Vorgängen und internationalen Regelungen beziehungsweise militärischen Strukturen und zivilen Einrichtungen gilt <a href="Blue_Shield_International" title="Blue Shield International">Blue Shield International</a>.<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Blue Shield und seine nationalen Organisationen haben dazu zum Beispiel Projekte bei den Kriegen im Irak, in Syrien, in Mali, in Ägypten und in Libyen, aber auch bei Naturkatastrophen wie in Haiti durchgeführt.<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Dabei wurden und werden gemeinsam mit lokalen Experten zum Schutz von Bauwerken vor Luftschlägen oder sonstigen militärischen Einwirkungen sogenannte „No-Strike-Listen“ erstellt, an die militärischen Konfliktparteien übermittelt und deren Einhaltung kontrolliert.<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>In Kriegen ist die Bewegungsfreiheit des Vereinte-Nationen-Personals wegen Sicherheitsbedenken deutlich eingeschränkt und daher wird Blue Shield aufgrund seiner Struktur als besonders geeignet angesehen um schnell, flexibel und autonom in bewaffneten Konflikten zu handeln.<sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Als wichtig wird auch angesehen bei bewaffneten Konflikten Kulturerbe-Inspekteure hinzuschicken. Damit signalisiert man allen kämpfenden Parteien, dass die Internationale Gemeinschaft und die UN die illegale Zerstörung von Kulturerbe ernst nimmt und diejenigen vor Gericht bringen wird, die Zerstörung und Plünderung zu verantworten haben.<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Eine weitere wichtige Aufgabe zum Denkmalschutz von Blue Shield wird in seiner Überwachungs-/„early warning“-Funktion gesehen, die zugleich zur Vorbereitung von Unterstützungsaktionen unter der Ägide der UNESCO führen kann. Dabei ist die Etablierung eines Frühwarnsystems der <i>Field Offices</i> der Partnerorganisationen UNESCO und Blue Shield anzustreben und der VN-Generalsekretär ist bei Gefährdung des Kulturerbes und der kulturellen Vielfalt entsprechend zu informieren.<sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Tag_des_Denkmals">Tag des Denkmals</h2></div>
<p>In Staaten wie Frankreich, Deutschland oder Österreich wird ein <i>Tag des Denkmals</i> begangen. Der deutsche <a href="Tag_des_offenen_Denkmals" title="Tag des offenen Denkmals">Tag des offenen Denkmals</a> wird seit 1993 bundesweit durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz koordiniert, wobei der Aktionstag jährlich am zweiten Sonntag im September stattfindet. Die österreichischen Veranstaltungen haben sich aus der europäischen Kulturveranstaltung „<a href="European_Heritage_Days" title="European Heritage Days">European Heritage Days</a>“ (EHD), entwickelt. In Österreich findet der <a href="Tag_des_Denkmals" title="Tag des Denkmals">Tag des Denkmals</a> immer am letzten Sonntag des Monats September statt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Deutschland">Deutschland</h2></div>
<p>In Deutschland ist das Denkmalrecht ein Teilgebiet des besonderen <a href="Verwaltungsrecht_(Deutschland)" title="Verwaltungsrecht (Deutschland)">Verwaltungsrechts</a> und befasst sich mit der <a href="Legaldefinition" title="Legaldefinition">rechtlichen Definition</a> und dem Schutz von Kulturdenkmalen, dem Umgang mit ihnen und mit der finanziellen Förderung denkmalgerechter Instandsetzung. Strafrechtlich werden öffentliche Kulturdenkmäler gegen eine dann als <a href="Gemeinsch%C3%A4dliche_Sachbesch%C3%A4digung" class="mw-redirect" title="Gemeinschädliche Sachbeschädigung">Gemeinschädliche Sachbeschädigung</a> bewertete unbefugte Zerstörung, Beschädigung oder erhebliche, nicht nur vorübergehende Veränderung des Erscheinungsbildes geschützt.<sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Geschichtliche_Entwicklung">Geschichtliche Entwicklung</h3></div>
<p>Denkmalschutz forderte Art. 150 der Verfassung des <a href="Deutsches_Reich" title="Deutsches Reich">Deutschen Reichs</a> (<a href="Weimarer_Verfassung" title="Weimarer Verfassung">Weimarer Verfassung</a>) vom 11. August 1919 ein: „Die Denkmäler der Kunst, der Geschichte und der Natur sowie die Landschaft genießen den Schutz und die Pflege des Staates“.<sup id="cite_ref-15" class="reference"><a href="#cite_note-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Vorher war bereits mit dem <i><a href="Gesetz%2C_den_Denkmalschutz_betreffend" title="Gesetz, den Denkmalschutz betreffend">Gesetz, den Denkmalschutz betreffend</a></i> vom 16. Juli 1902 im <a href="Gro%C3%9Fherzogtum_Hessen" title="Großherzogtum Hessen">Großherzogtum Hessen</a> das erste moderne, <a href="Kodifikation" title="Kodifikation">kodifizierte</a> Denkmalschutzgesetz Deutschlands verabschiedet.<sup id="cite_ref-16" class="reference"><a href="#cite_note-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> <a href="Entwicklung_des_Denkmalschutzes_in_Sachsen" title="Entwicklung des Denkmalschutzes in Sachsen">In Sachsen</a> erging 1909 das <i><a href="Gesetz_gegen_Verunstaltung_von_Stadt_und_Land" class="mw-redirect" title="Gesetz gegen Verunstaltung von Stadt und Land">Gesetz gegen Verunstaltung von Stadt und Land</a> (Verunstaltungsgesetz)</i>, dem 1934 das in der <a href="Weimarer_Republik" title="Weimarer Republik">Weimarer Republik</a> entwickelte <i><a href="Gesetz_zum_Schutze_von_Kunst-%2C_Kultur-_und_Naturdenkmalen" class="mw-redirect" title="Gesetz zum Schutze von Kunst-, Kultur- und Naturdenkmalen">Gesetz zum Schutze von Kunst-, Kultur- und Naturdenkmalen</a> (Heimatschutzgesetz)</i> folgte.
</p><p>In der <a href="Deutsche_Demokratische_Republik" title="Deutsche Demokratische Republik">DDR</a> wurden seit 1952 Gesetze und Verordnungen über die Erhaltung, Pflege und den Schutz von Denkmalen erlassen, siehe <a href="Denkmalschutz_in_der_DDR" title="Denkmalschutz in der DDR">Denkmalschutz in der DDR</a>.
</p><p>In der Bundesrepublik Deutschland haben seit 1949 nach dem <a href="Grundgesetz_f%C3%BCr_die_Bundesrepublik_Deutschland" title="Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland">Grundgesetz</a> die Länder die Kulturhoheit (<span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.buzer.de/s1.htm?g=GG&a=70">Art. 70</a><span style="display:none"></span></span> i. V. mit <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.buzer.de/s1.htm?g=GG&a=72-74">Art. 72 bis 74</a><span style="display:none"></span></span> GG). 1975 besaß die Mehrzahl der Bundesländer noch keine eigenen <a href="Denkmalschutzgesetz" class="mw-disambig" title="Denkmalschutzgesetz">Denkmalschutzgesetze</a>. Für entsprechende Gesetzgebungsverfahren setzte sich im Zuge der Kampagne zum Europäischen Denkmalschutzjahr 1975 (offiziell: Europäisches Jahr des Architekturerbes, European Architectural Heritage Year (EAHY)) das <a href="Deutsches_Nationalkomitee_f%C3%BCr_Denkmalschutz" title="Deutsches Nationalkomitee für Denkmalschutz">Deutsche Nationalkomitee für Denkmalschutz</a> (damals noch Deutsches Nationalkomitee zur Vorbereitung des Denkmalschutzjahres 1975) ein.<sup id="cite_ref-17" class="reference"><a href="#cite_note-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Zur Entstehung und Entwicklung seit dem 19. Jahrhundert siehe beispielhaft: <a href="Entwicklung_des_Denkmalschutzes_in_Sachsen" title="Entwicklung des Denkmalschutzes in Sachsen">Entwicklung des Denkmalschutzes in Sachsen</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Internationaler_Kulturguttransfer">Internationaler Kulturguttransfer</h3></div>
<p>Zum Denkmalrecht gehören Regelungen zum Handel und Verkehr mit <a href="Bewegliche_Sache" class="mw-redirect" title="Bewegliche Sache">beweglichen Kulturdenkmälern</a>. Sie betreffen heute weitgehend nur noch den grenzüberschreitenden Handel mit Kulturgütern. Durch entsprechende <a href="Europ%C3%A4ische_Union" title="Europäische Union">EU</a>-Vorschriften gilt hier die Freiheit des gemeinsamen Marktes nur eingeschränkt. Der Schutz zielt oft auf den Verbleib des Kulturguts im jeweiligen <a href="Nationalstaat" title="Nationalstaat">Nationalstaat</a>.
</p><p>Seit 2016 finden sich bundesgesetzliche Regeln im Gesetz zum Schutz von Kulturgut (Kulturgutschutzgesetz – KGSG).<sup id="cite_ref-18" class="reference"><a href="#cite_note-18"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Vor 2016 fanden sich Bestimmungen dazu in mehreren bundesdeutschen Gesetzen, nämlich zur:
</p>
<ul><li>Ausfuhr im <i><a href="Gesetz_zum_Schutz_deutschen_Kulturgutes_gegen_Abwanderung" title="Gesetz zum Schutz deutschen Kulturgutes gegen Abwanderung">Gesetz zum Schutz deutschen Kulturgutes gegen Abwanderung</a></i> (KultgSchG)<sup id="cite_ref-19" class="reference"><a href="#cite_note-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> und</li>
<li>Einfuhr im
<ul><li><a href="Kulturr%C3%BCckgabegesetz" class="mw-redirect" title="Kulturrückgabegesetz">Kulturgüterrückgabegesetz</a><sup id="cite_ref-20" class="reference"><a href="#cite_note-20"><span class="cite-bracket">[</span>20<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>, das Exportrestriktionen anderer Staaten schützte und diesen ermöglichte, den <a href="Besitz" title="Besitz">Besitz</a> dort unrechtmäßig <a href="Abhandenkommen" class="mw-redirect" title="Abhandenkommen">abhanden</a> gekommenen Kulturguts zurückzuerlangen,</li>
<li><span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.buzer.de/s1.htm?g=KultgSchG&a=20">§ 20</a><span style="display:none"></span></span> KultgSchG, der die Rechtsgrundlage bildete für <i>Rechtsverbindliche Rückgabezusagen</i>, ein wichtiges Instrument für die vorübergehende Ausleihe von Kulturgut für Ausstellungen, und</li>
<li><i>Gesetz zur Ausführung der Konvention vom 14. Mai 1954 zum Schutz von Kulturgut bei bewaffneten Konflikten</i><sup id="cite_ref-21" class="reference"><a href="#cite_note-21"><span class="cite-bracket">[</span>21<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>, welches die <a href="Haager_Konvention_zum_Schutz_von_Kulturgut_bei_bewaffneten_Konflikten" title="Haager Konvention zum Schutz von Kulturgut bei bewaffneten Konflikten">Haager Konvention</a> in Bezug auf bewegliches Kulturgut umsetzte.</li></ul></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Arten_der_Kulturdenkmale">Arten der Kulturdenkmale</h3></div>
<p>Unterschieden wird zwischen
</p>
<ul><li>unbeweglichen, also nach deutschen Rechtsverständnis mit dem Boden und damit dem Grundstück verbundenen Denkmalen wie
<ul><li><a href="Bodendenkmal" title="Bodendenkmal">Bodendenkmalen</a>,</li>
<li><a href="Baudenkmal" title="Baudenkmal">Baudenkmalen</a> und <a href="Gartendenkmal" title="Gartendenkmal">Gartendenkmalen</a> oder</li>
<li>Gesamtanlagen wie Flächendenkmalen und <a href="Ensembleschutz" class="mw-redirect" title="Ensembleschutz">Ensembles</a> oder</li></ul></li>
<li>Beweglichem wie Museumsgut, Archivalien, Dampfeisenbahnen oder Schiffen.</li></ul>
<p>Das Denkmalrecht kennt unterschiedliche Vorschriften für Boden- und Baudenkmäler, da Baudenkmäler in der Regel sichtbar sind und daher in ihren Belangen leichter berücksichtigt werden können als Bodendenkmäler, die oft unbekannt sind und erst im Laufe einer Baumaßnahme ans Tageslicht treten. Denkmalschutzgesetze werden in erster Linie auf unbewegliche Denkmäler angewandt. Die Vollzugsdichte des Denkmalrechts bei beweglichen Denkmälern ist relativ gering.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Denkmalschutzgesetze">Denkmalschutzgesetze</h3></div>
<p>Soll Denkmalschutz dem in <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.buzer.de/s1.htm?g=GG&a=14">Art. 14</a><span style="display:none"></span></span> Absatz 1 Satz 1 <a href="Grundgesetz_f%C3%BCr_die_Bundesrepublik_Deutschland" title="Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland">GG</a> garantierten <a href="Eigentum" title="Eigentum">Eigentumsrecht</a> <a href="Schranke_(Recht)" title="Schranke (Recht)">Schranken</a> setzen, verlangt der anschließende Satz 2 dafür ein <a href="Gesetz" title="Gesetz">Gesetz</a>. Aufgrund der <a href="Kulturhoheit" class="mw-redirect" title="Kulturhoheit">Kulturhoheit</a> der Länder (<span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.buzer.de/s1.htm?g=GG&a=30">Art. 30</a><span style="display:none"></span></span> <a href="Grundgesetz_f%C3%BCr_die_Bundesrepublik_Deutschland" title="Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland">GG</a>) ist die Denkmalschutz-Gesetzgebung Sache der 16 <a href="Land_(Deutschland)" title="Land (Deutschland)">Länder</a>:
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Liste_der_16_Landesdenkmalschutzgesetze">Liste der 16 Landesdenkmalschutzgesetze</h4></div>
<ul><li><a href="Denkmalschutzgesetz_(Baden-W%C3%BCrttemberg)" title="Denkmalschutzgesetz (Baden-Württemberg)">Denkmalschutzgesetz (Baden-Württemberg)</a> (DSchG BW)</li>
<li><a href="Bayerisches_Denkmalschutzgesetz" title="Bayerisches Denkmalschutzgesetz">Bayerisches Denkmalschutzgesetz</a> (BayDSchG)</li>
<li><a href="Denkmalschutzgesetz_Berlin" title="Denkmalschutzgesetz Berlin">Denkmalschutzgesetz Berlin</a> (DSchG Bln)</li>
<li><a href="Brandenburgisches_Denkmalschutzgesetz" title="Brandenburgisches Denkmalschutzgesetz">Brandenburgisches Denkmalschutzgesetz</a> (BbgDSchG)</li>
<li><a href="Denkmalschutzgesetz_(Bremen)" title="Denkmalschutzgesetz (Bremen)">Denkmalschutzgesetz (Bremen)</a> (BremDSchG)</li>
<li><a href="Denkmalschutzgesetz_(Hamburg)" title="Denkmalschutzgesetz (Hamburg)">Denkmalschutzgesetz (Hamburg)</a> (DSchG HA)</li>
<li><a href="Hessisches_Denkmalschutzgesetz" title="Hessisches Denkmalschutzgesetz">Hessisches Denkmalschutzgesetz</a> (HDSchG)</li>
<li><a href="Denkmalschutzgesetz_(Mecklenburg-Vorpommern)" title="Denkmalschutzgesetz (Mecklenburg-Vorpommern)">Denkmalschutzgesetz (Mecklenburg-Vorpommern)</a> (DSchG M-V)</li>
<li><a href="Nieders%C3%A4chsisches_Denkmalschutzgesetz" title="Niedersächsisches Denkmalschutzgesetz">Niedersächsisches Denkmalschutzgesetz</a> (NDSchG)</li>
<li><a href="Denkmalschutzgesetz_(Nordrhein-Westfalen)" title="Denkmalschutzgesetz (Nordrhein-Westfalen)">Denkmalschutzgesetz (Nordrhein-Westfalen)</a> (DSchG NW)</li>
<li><a href="Denkmalschutzgesetz_(Rheinland-Pfalz)" title="Denkmalschutzgesetz (Rheinland-Pfalz)">Denkmalschutzgesetz (Rheinland-Pfalz)</a> (DSchG)</li>
<li><a href="Saarl%C3%A4ndisches_Denkmalschutzgesetz" title="Saarländisches Denkmalschutzgesetz">Saarländisches Denkmalschutzgesetz</a> (SDSchG)</li>
<li><a href="S%C3%A4chsisches_Denkmalschutzgesetz" title="Sächsisches Denkmalschutzgesetz">Sächsisches Denkmalschutzgesetz</a> (SächsDSchG)</li>
<li><a href="Denkmalschutzgesetz_des_Landes_Sachsen-Anhalt" title="Denkmalschutzgesetz des Landes Sachsen-Anhalt">Denkmalschutzgesetz des Landes Sachsen-Anhalt</a> (DenkmSchG LSA)</li>
<li><a href="Denkmalschutzgesetz_(Schleswig-Holstein)" title="Denkmalschutzgesetz (Schleswig-Holstein)">Denkmalschutzgesetz (Schleswig-Holstein)</a> (DSchG SH)</li>
<li><a href="Th%C3%BCringer_Denkmalschutzgesetz" title="Thüringer Denkmalschutzgesetz">Thüringer Denkmalschutzgesetz</a> (ThürDSchG)</li></ul>
<p>Die aktuellen Versionen des jeweils gültigen Denkmalschutzgesetzes für jedes Land sind auf den Internetseiten der Landesämter für Denkmalpflege und der Obersten <a href="Denkmalschutzbeh%C3%B6rde" class="mw-redirect" title="Denkmalschutzbehörde">Denkmalschutzbehörden</a> abrufbar.<sup id="cite_ref-22" class="reference"><a href="#cite_note-22"><span class="cite-bracket">[</span>22<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Zwei_Systeme_ihrer_Wirksamkeit">Zwei Systeme ihrer Wirksamkeit</h4></div>
<p>Es gibt zwei je nach Land unterschiedliche Systeme der Rechtswirksamkeit des Denkmalschutzes:
</p>
<ol><li>Im nachrichtlichen System (auch: ipso-jure-System, deklaratives System) stellt das Gesetz grundsätzlich alle Objekte, welche die im Gesetz definierten Kriterien erfüllen, als Denkmal unter Schutz. Dies gilt auch, wenn die Objekte noch im Boden unentdeckt sind oder in der Flur nicht aufgefunden werden können. Denkmallisten haben dann nur informellen, nachrichtlichen Charakter.</li>
<li>Im konstitutiven System definiert das Denkmalschutzgesetz, welche Bedingungen erfüllt sein müssen, damit ein Objekt durch <a href="Verwaltungsakt_(Deutschland)" title="Verwaltungsakt (Deutschland)">Verwaltungsakt</a> der zuständigen Behörde zum Kulturdenkmal erklärt werden kann. Alle Objekte, die in gesonderten Denkmallisten aufgeführt sind, sind als Denkmal geschützt. Dies erzeugt beim Eigentümer, der sich an Auflagen zu halten hat, <a href="Rechtssicherheit" title="Rechtssicherheit">Rechtssicherheit</a>, jedoch erfordert die Erstellung und regelmäßige Aktualisierung einen höheren Aufwand als das nachrichtliche System. Für Regionen oder Denkmalkategorien, in denen noch erhebliche <a href="Inventar" title="Inventar">Inventarisationsdefizite</a> bestehen, wie z. B. bei den <a href="Gartendenkmalpflege" title="Gartendenkmalpflege">Gartendenkmalen</a>, ist dieses System unter dem Schutzgesichtspunkt nachteilig. Ein Ausweg sind die Schnellerfassungslisten, die in den 1990er Jahren in Ostdeutschland erstellt wurden.</li></ol>
<p>In beiden Systemen gibt es <a href="Denkmalliste" title="Denkmalliste">Denkmallisten</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Vergleich_der_Landesgesetzgebung">Vergleich der Landesgesetzgebung</h4></div>
<p>Die Begriffe <a href="Kulturdenkmal" title="Kulturdenkmal">Kulturdenkmal</a>, <a href="Denkmal_(Zeugnis)" class="mw-redirect" title="Denkmal (Zeugnis)">Denkmal</a>, <a href="Denkmalpflege" title="Denkmalpflege">Denkmalpflege</a> und Denkmalschutz <a href="Legaldefinition" title="Legaldefinition">definieren</a> die Landesgesetze unterschiedlich. Sie alle erkennen im Denkmalschutz jedoch ein <a href="%C3%96ffentliches_Interesse" title="Öffentliches Interesse">Öffentliches Interesse</a> und befassen sich mit dem Schutz der Kulturdenkmäler in ihrem Land.
</p><p>Sie unterscheiden sich bei der Definition ihres Gegenstandes. Die Denkmalschutzgesetze von <a href="Baden-W%C3%BCrttemberg" title="Baden-Württemberg">Baden-Württemberg</a>, <a href="Berlin" title="Berlin">Berlin</a>, <a href="Bremen" title="Bremen">Bremen</a>, <a href="Niedersachsen" title="Niedersachsen">Niedersachsen</a>, <a href="Rheinland-Pfalz" title="Rheinland-Pfalz">Rheinland-Pfalz</a>, <a href="Saarland" title="Saarland">Saarland</a>, <a href="Sachsen" title="Sachsen">Sachsen</a>, <a href="Sachsen-Anhalt" title="Sachsen-Anhalt">Sachsen-Anhalt</a>, <a href="Schleswig-Holstein" title="Schleswig-Holstein">Schleswig-Holstein</a> und <a href="Th%C3%BCringen" title="Thüringen">Thüringen</a> <a href="Legaldefinition" title="Legaldefinition">definieren</a> das <a href="Kulturdenkmal" title="Kulturdenkmal">Kulturdenkmal</a> als etwas, das im <a href="%C3%96ffentliches_Interesse" title="Öffentliches Interesse">öffentlichen Interesse</a> dauernd erhalten wird. Die Denkmalschutzgesetze von <a href="Bayern" title="Bayern">Bayern</a>, Berlin, <a href="Brandenburg" title="Brandenburg">Brandenburg</a>, <a href="Hamburg" title="Hamburg">Hamburg</a>, <a href="Mecklenburg-Vorpommern" title="Mecklenburg-Vorpommern">Mecklenburg-Vorpommern</a> und <a href="Nordrhein-Westfalen" title="Nordrhein-Westfalen">Nordrhein-Westfalen</a> definieren auf gleiche Weise den Begriff <a href="Denkmal_(Zeugnis)" class="mw-redirect" title="Denkmal (Zeugnis)">Denkmal</a>.
</p><p>Als <a href="Kriterium" title="Kriterium">Kriterium</a> für die Einstufung als Kulturdenkmal bzw. Denkmal nennen die Gesetze von Baden-Württemberg, Bremen, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Saarland und Thüringen bestimmte Gründe. Dagegen erfordern die Gesetze von Bayern, Berlin, Brandenburg, Hamburg, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein, dass die Kulturdenkmäler von <a href="Bedeutung" title="Bedeutung">Bedeutung</a> für bestimmte Bereiche sind. In Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein ist darüber hinaus die besondere Bedeutung erforderlich. In Nordrhein-Westfalen wird beides gefordert.
</p><p>Die Gebiete, auf denen die Begründung gegeben sein muss oder für die das Denkmal bedeutsam sein muss und die damit die Denkmaleigenschaft und den <a href="Denkmalwert" title="Denkmalwert">Denkmalwert</a> begründen, sind:
</p>
<ul><li><a href="Arbeitsverh%C3%A4ltnis" title="Arbeitsverhältnis">Arbeits-</a> und <a href="Produktionsverh%C3%A4ltnisse" title="Produktionsverhältnisse">Produktionsverhältnisse</a>, Entwicklung der: Nordrhein-Westfalen</li>
<li>Dorfbildpflege, historische: Thüringen</li>
<li><a href="Geschichte" title="Geschichte">Geschichte</a>: Bayern, Berlin, Brandenburg, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen</li>
<li><a href="Heimatgeschichte" class="mw-redirect" title="Heimatgeschichte">Heimatgeschichte</a>: Baden-Württemberg, Bremen</li>
<li><a href="Kultur" title="Kultur">Kultur</a>: Sachsen-Anhalt</li>
<li><a href="Kulturlandschaft" title="Kulturlandschaft">Kulturlandschaft</a>: Schleswig-Holstein</li>
<li><a href="Kult" title="Kult">Kult</a>: Sachsen-Anhalt</li>
<li><a href="Kunst" title="Kunst">Kunst</a>: alle Länder</li>
<li><a href="Landschaftsgestaltung" class="mw-redirect" title="Landschaftsgestaltung">Landschaftsgestaltung</a>: Sachsen</li>
<li><a href="St%C3%A4dtebau" title="Städtebau">Städtebau</a>: Bayern, Berlin, Brandenburg, Hamburg (Bewahrung charakteristischer Eigenheiten des Stadtbildes), Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen (auch: Städte und Siedlungen), Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen</li>
<li><a href="Technik" title="Technik">Technik</a>: Brandenburg, Bremen (Technikgeschichte), Hessen, Sachsen-Anhalt (technisch-wirtschaftlich), Schleswig-Holstein, Thüringen</li>
<li><a href="Volkskunde" title="Volkskunde">Volkskunde</a>: Bayern, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Thüringen</li>
<li><a href="Wirtschaft" title="Wirtschaft">Wirtschaft</a>: Sachsen-Anhalt (technisch-wirtschaftlich)</li>
<li><a href="Wissenschaft" title="Wissenschaft">Wissenschaft</a>: alle Länder</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Spezialgesetze">Spezialgesetze</h4></div>
<p>Spezialgesetze sind die <a href="Archivgesetz" class="mw-redirect" title="Archivgesetz">Archivgesetze</a>, das Gesetz zum Schutz von Kulturgut, das <a href="Familienfideikommiss" title="Familienfideikommiss">Fideikommissabwicklungsrecht</a> und Gesetze, die spezielle Gegenstände schützen. Dazu zählt das <a href="Archivrecht" title="Archivrecht">Archivrecht</a> mit einer erheblichen Schnittmenge mit dem <a href="Datenschutzrecht" title="Datenschutzrecht">Datenschutzrecht</a>. Eine Schnittmenge gibt es mit dem <a href="Naturschutz" title="Naturschutz">Naturschutzrecht</a>, soweit <a href="Gartendenkmalpflege" title="Gartendenkmalpflege">Gartendenkmalpflege</a> oder der Schutz von <a href="Kulturlandschaft" title="Kulturlandschaft">Kulturlandschaften</a> betroffen sind.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Interessenkonflikte">Interessenkonflikte</h3></div>
<p>Nach Angaben der Vereinigung der Landesdenkmalpfleger gibt es in Deutschland rund eine Million Immobilien, die unter Denkmalschutz stehen.<sup id="cite_ref-23" class="reference"><a href="#cite_note-23"><span class="cite-bracket">[</span>23<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-24" class="reference"><a href="#cite_note-24"><span class="cite-bracket">[</span>24<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Denkmaleigenschaft belastet in der Regel die Denkmaleigentümer, weil sie aufgrund des entsprechenden Denkmalschutzgesetzes zum Erhalt ihres Denkmals verpflichtet sind. Das kann eine erhebliche finanzielle Belastung darstellen und Eigentümer in ihrem Eigentumsrecht beschränken. Dies ist aber nur im Rahmen des Zumutbaren rechtlich zulässig. Die Sonderbelastung des Denkmaleigentümers beruht auf Art. 14 Abs. 2 Satz 2 Grundgesetz, der Sozialbindung des Eigentums. Häufig kollidiert der Denkmalschutz aber auch mit den Interessen einer wirtschaftlichen Nutzung, insbesondere auch unter dem Gesichtspunkt der Heizkosten. So sind unter Denkmalschutz stehende Wohnhäuser im Unterhalt wesentlich teurer, was oft dazu führt, dass überhaupt keine Erhaltungsmaßnahmen mehr durchgeführt werden, um darauf zu warten, bis zum Beispiel Holzwürmer das „Problem der alten Fenster“ lösen. Dafür ist die Sanierung oft wesentlich günstiger, da viele Regelungen z. B. zu erreichenden Energiestandards nicht eingehalten werden müssen: So muss ein Denkmal kein <a href="Niedrigenergiehaus" title="Niedrigenergiehaus">Niedrigenergiehaus</a> werden.
</p>
<p>Denkmalschutz kann auch mit allen anderen gesellschaftlichen und privaten Interessen in Konflikt geraten.<sup id="cite_ref-25" class="reference"><a href="#cite_note-25"><span class="cite-bracket">[</span>25<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> So wurde z. B. der <a href="Berlin_Lehrter_Stadtbahnhof" title="Berlin Lehrter Stadtbahnhof">Lehrter Stadtbahnhof</a> zugunsten des Neubaus des <a href="Berlin_Hauptbahnhof" title="Berlin Hauptbahnhof">Berliner Hauptbahnhofs</a> abgerissen. Andernorts gelten unter Denkmalschutz gestellte <a href="Kopfsteinpflaster" class="mw-redirect" title="Kopfsteinpflaster">Kopfsteinpflasterstraßen</a> als Ärgernis oder Hürde für <a href="Radfahrer" title="Radfahrer">Radfahrer</a> sowie <a href="Rollstuhl" title="Rollstuhl">Rollstuhlfahrer</a>. Ferner ist hier eine Quelle für zusätzlichen <a href="Stra%C3%9Fenverkehrsl%C3%A4rm" title="Straßenverkehrslärm">Straßenverkehrslärm</a>. Als ein „Öffentliches Interesse“ ist es in einer entsprechenden Entscheidung (denkmalpflegerischen Genehmigung, Baugenehmigung, Planfeststellung) mit den anderen Interessen abzuwägen. Auf die Zumutbarkeit der Entscheidung für den Eigentümer ist auch in diesem Fall zu achten. Nicht immer gelingt eine befriedigende Konfliktlösung. So kommt es bisweilen zu grotesken Kompromissen wie etwa dem Straßendurchbruch an der <a href="Oberburg_(Gondorf)" title="Oberburg (Gondorf)">Oberburg</a> in <a href="Kobern-Gondorf" title="Kobern-Gondorf">Gondorf</a> zugunsten einer <a href="Bundesstra%C3%9Fe" title="Bundesstraße">Bundesstraße</a> (siehe Abbildung).
</p><p>Im Umgang mit Baudenkmälern offenbaren sich auch dann Probleme, wenn Denkmalbehörden die Belange des Denkmalschutzes nicht gegen wirtschaftliche Interessen durchsetzen können. „… und so verschwand hinterrücks und rechtswidrig auch manches Denkmal. Manchmal setzt sich aber auch einfach ein Landrat über die Denkmalschützer hinweg und beschließt den Abbruch …“ (<style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261921330">
/* start https://de.wikipedia.org/ */
.mw-parser-output .Person{font-variant:small-caps}
/* end https://de.wikipedia.org/ */
</style><span class="Person"><a href="Hanno_Rauterberg" title="Hanno Rauterberg">Hanno Rauterberg</a></span>: <i>Ein Land auf Abriss</i>.)<sup id="cite_ref-26" class="reference"><a href="#cite_note-26"><span class="cite-bracket">[</span>26<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Baudenkmäler werden häufig nicht denkmalgerecht instand gesetzt, sondern „energetisch saniert“ oder sie werden so zweckentfremdet, dass die Bausubstanz dem veränderten Bestimmungszweck nicht entsprechen kann.<sup id="cite_ref-27" class="reference"><a href="#cite_note-27"><span class="cite-bracket">[</span>27<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-28" class="reference"><a href="#cite_note-28"><span class="cite-bracket">[</span>28<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Viele dieser „Verbesserungen“ dienen auch aus der Sicht der Denkmalpfleger eher den Unternehmern als der Sache.<sup id="cite_ref-29" class="reference"><a href="#cite_note-29"><span class="cite-bracket">[</span>29<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Zu den am stärksten gefährdeten Bauteilen an Baudenkmälern zählen historische Fenster.<sup id="cite_ref-30" class="reference"><a href="#cite_note-30"><span class="cite-bracket">[</span>30<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die so genannte energetische Ertüchtigung historischer Fensterbestände wird oft von Denkmalbehörden in Unkenntnis der bauphysikalischen Zusammenhänge im historischen Gebäude genehmigt, obwohl der irreversible Eingriff in die Konstruktion der Fenster nicht den Denkmalschutzgesetzen der Länder entspricht und die Maßnahme gemäß <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.buzer.de/s1.htm?g=enev_2007&a=24">§ 24</a><span style="display:none"></span></span> <a href="Energieeinsparverordnung" title="Energieeinsparverordnung">Energieeinsparverordnung</a> bei Baudenkmälern ohnehin keine Anwendung findet. Bei einer Zugrundelegung der gesamten Investitionskosten der Maßnahmen für eine energetische Sanierung einschließlich der Nutzungsdauer muss die Maßnahme gemäß <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.buzer.de/s1.htm?g=eneg&a=5">§ 5</a><span style="display:none"></span></span> <a href="Energieeinsparungsgesetz" title="Energieeinsparungsgesetz">Energieeinsparungsgesetz</a> (EnEG) zudem als unwirtschaftlich abgelehnt werden.<sup id="cite_ref-31" class="reference"><a href="#cite_note-31"><span class="cite-bracket">[</span>31<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<p>Der Unkenntnis über die bauphysikalischen Eigenschaften historischer Einfachfenster im Zusammenwirken mit der traditionellen <a href="Strahlungsheizung" title="Strahlungsheizung">Strahlungsheizung</a> in Altbauten (dezentrale Einzelöfen, zentrale Kachelöfen) oder modernen Strahlungsheizungen<sup id="cite_ref-32" class="reference"><a href="#cite_note-32"><span class="cite-bracket">[</span>32<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> sind jahrzehntelang viele Fensterbestände zum Opfer gefallen.<sup id="cite_ref-denkmalpflege-forum.8_33-0" class="reference"><a href="#cite_note-denkmalpflege-forum.8-33"><span class="cite-bracket">[</span>33<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> (<i>Näheres zu bauphysikalischen Eigenschaften historischer Fenster im Hauptartikel</i> <a href="Fensterinstandsetzung" title="Fensterinstandsetzung">Fensterinstandsetzung</a>) Als Ausdruck eines Interessenkonfliktes im Bereich Denkmalschutz kann der fragwürdige Gebrauch und die dadurch entstandene <a href="Bedeutungsverschiebung" class="mw-redirect" title="Bedeutungsverschiebung">Bedeutungsverschiebung</a> des Wortes <i>Fenstersanierung</i> dienen. Heute muss die denkmalgerechte, klar definierte Fensterinstandsetzung, bzw. <a href="Fensterrestaurierung" class="mw-redirect" title="Fensterrestaurierung">Fensterrestaurierung</a> von der unpräzisen und mehrdeutigen <a href="Fenstersanierung" title="Fenstersanierung">Fenstersanierung</a> unterschieden werden.<sup id="cite_ref-Wolf_Schmidt_2004_34-0" class="reference"><a href="#cite_note-Wolf_Schmidt_2004-34"><span class="cite-bracket">[</span>34<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Irreversible Veränderungen, die in die Substanz historischer Fenster eingreifen oder diese sogar entfernen, werden heute als <i>Fenstersanierung</i> bezeichnet<sup id="cite_ref-Wolf_Schmidt_2004_34-1" class="reference"><a href="#cite_note-Wolf_Schmidt_2004-34"><span class="cite-bracket">[</span>34<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-35" class="reference"><a href="#cite_note-35"><span class="cite-bracket">[</span>35<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> und sind damit nicht mit den Rechtsgrundlagen des Denkmalschutzes in den deutschen Ländern vereinbar.<sup id="cite_ref-denkmalpflege-forum.8_33-1" class="reference"><a href="#cite_note-denkmalpflege-forum.8-33"><span class="cite-bracket">[</span>33<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-denkmalliste.org_36-0" class="reference"><a href="#cite_note-denkmalliste.org-36"><span class="cite-bracket">[</span>36<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Berechtigten Interessen einer Veränderung von Baudenkmälern seitens der Eigentümer ist nach den Denkmalschutzgesetzen der Länder jedoch Rechnung zu tragen. Hier wird der „… ideologisch-puristische Kern [des deutschen Denkmalschutzes] …“ (<span class="Person">Jens Jessen</span>: Gefährlicher Eifer – Über die Denkmal-Ideologie.)<sup id="cite_ref-37" class="reference"><a href="#cite_note-37"><span class="cite-bracket">[</span>37<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> von manchen Eigentümern als Gängelung wahrgenommen.
</p><p>Maßnahmen des Denkmalschutzes müssen also verschiedenste Gesichtspunkte berücksichtigen – zum Teil mit negativen Folgen, wenn die Ansprüche von Denkmalschutzvorhaben zurückgefahren werden müssen, um mit der Zumutbarkeit nicht in Konflikt zu geraten, oder auch mit positiven Folgen, wenn Denkmalschutz als wirtschaftlicher <a href="Standortfaktor" title="Standortfaktor">weicher Standortfaktor</a> gesehen wird, <a href="Tourismus" title="Tourismus">Tourismus</a> fördert oder sich positiv auf die Vermarktung von Objekten auswirkt.
</p><p>Besonders schwer fällt immer noch die Behandlung von Denkmälern aus der NS-Zeit. So wird verschiedentlich trotz Denkmaleigenschaft auf die Eintragung in die Denkmalliste verzichtet, um keine „Weihestätten“ zu schaffen. Dies führt auf der anderen Seite zum Verlust von Denkmälern, mangels Dokumentation der Denkmaleigenschaft, wie z. B. im Fall des Platterhofes in <a href="Obersalzberg" title="Obersalzberg">Obersalzberg</a>.<sup id="cite_ref-38" class="reference"><a href="#cite_note-38"><span class="cite-bracket">[</span>38<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-39" class="reference"><a href="#cite_note-39"><span class="cite-bracket">[</span>39<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Staatliche_Maßnahmen"><span id="Staatliche_Ma.C3.9Fnahmen"></span>Staatliche Maßnahmen</h3></div>
<p>Der Staat gewährleistet Denkmalschutz durch Rechtsvorschriften, Genehmigungen, Auflagen, <a href="F%C3%B6rderprogramm" title="Förderprogramm">Förderprogramme</a> und <a href="Steuergesetz" title="Steuergesetz">Steuergesetze</a>. Der Gesetzgeber hat in zahlreichen Gesetzen (z. B. einzelnen Landesverfassungen, den Denkmalschutzgesetzen der Länder, dem Raumordnungsgesetz) dem Denkmalschutz einen besonderen Stellenwert eingeräumt.
</p><p>Bei hochwertigen oder gefährdeten Denkmalen ist in einigen Ländern eine <a href="Enteignung" title="Enteignung">Enteignung</a> zugunsten des Landes möglich. Davon wird aber wegen der Kosten für die Enteignungsentschädigung in der Praxis kein Gebrauch gemacht.
</p><p>In geförderten <a href="Sanierungsgebiet" title="Sanierungsgebiet">Sanierungsgebieten</a> unterstützen die Gemeinden durch die Bund/Länder-Programme zur <a href="St%C3%A4dtebauf%C3%B6rderung" title="Städtebauförderung">Städtebauförderung</a> und zum <a href="St%C3%A4dtebaulicher_Denkmalschutz" title="Städtebaulicher Denkmalschutz">Städtebaulichen Denkmalschutz</a> die Sanierung gefährdeter Gebäude.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Denkmalförderung"><span id="Denkmalf.C3.B6rderung"></span>Denkmalförderung</h4></div>
<p>Nach der Kompetenzverteilung zwischen Bund und Ländern gehören Denkmalschutz und <a href="Denkmalpflege" title="Denkmalpflege">Denkmalpflege</a> zu den originären Aufgaben der Länder, welche diesen Bereich entsprechend den Länder-Denkmalschutzgesetzen inhaltlich und administrativ zu bestimmen haben. Der Bund hat hier im Wesentlichen nur eine Mitfinanzierungskompetenz aus der Natur der Sache bei der Erhaltung und Restaurierung von national wertvollen Kulturdenkmälern oder aufgrund spezieller Rechtsvorschriften, wie beispielsweise dem Einigungsvertrag oder Verwaltungsvereinbarungen mit den Ländern über die Gewährung von Finanzhilfen. Seit 1950 fördert der Bund aus seinem Förderprogramm <i>National wertvolle Kulturdenkmäler</i> die Erhaltung on Baudenkmälern, archäologischen Stätten und historischen Parks und Gärten, wenn sie herausragende kulturelle, politische, geschichtliche, architektonische, städtebauliche oder wissenschaftliche Leistungen des Gesamtstaates deutlich machen oder für die kulturelle oder historische Entwicklung der deutschen Kulturlandschaften entscheidend sind. Von 1950 bis 2020 wurden aus diesem Programm über 700 Kulturdenkmäler der genannten Art mit insgesamt rund 387 Millionen Euro gefördert.<sup id="cite_ref-40" class="reference"><a href="#cite_note-40"><span class="cite-bracket">[</span>40<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-41" class="reference"><a href="#cite_note-41"><span class="cite-bracket">[</span>41<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Zuständig bei der Förderung mit Bundesmitteln ist seit 1998 der bzw. die <a href="Beauftragte_der_Bundesregierung_f%C3%BCr_Kultur_und_Medien" class="mw-redirect" title="Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien">Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Kennzeichnung_von_Denkmälern"><span id="Kennzeichnung_von_Denkm.C3.A4lern"></span>Kennzeichnung von Denkmälern</h4></div>
<p>Eine Denkmalplakette, deren Symbol von der Kennzeichnung der <a href="Haager_Konvention_zum_Schutz_von_Kulturgut_bei_bewaffneten_Konflikten" title="Haager Konvention zum Schutz von Kulturgut bei bewaffneten Konflikten">Haager Konvention zum Schutz von Kulturgut bei bewaffneten Konflikten</a> (1954) abgeleitet ist, wird in verschiedenen Ländern zur Kennzeichnung der <a href="Kulturdenkmal" title="Kulturdenkmal">Kulturdenkmäler</a> genutzt. Demselben Zweck dienen in Nordrhein-Westfalen und Hessen<sup id="cite_ref-42" class="reference"><a href="#cite_note-42"><span class="cite-bracket">[</span>42<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Plaketten mit der Aufschrift „Denkmal“ (Nordrhein-Westfalen) und „Kulturdenkmal“ (Hessen) und dem jeweiligen Landeswappen. Die Denkmalplaketten werden von den Denkmalbehörden ausgegeben. Die Kennzeichnung von Kulturgut mit dem Schutzzeichen der Konvention selbst ist bisher allerdings nur in den Ländern <a href="Bayern" title="Bayern">Bayern</a>, <a href="Hessen" title="Hessen">Hessen</a> und <a href="Denkmalliste_des_Landes_Rheinland-Pfalz" title="Denkmalliste des Landes Rheinland-Pfalz">Rheinland-Pfalz</a> sowie, auf Grund der Dritten Durchführungsbestimmung zum Denkmalpflegegesetz der DDR von 1975, in den ostdeutschen Ländern weit verbreitet.<sup id="cite_ref-43" class="reference"><a href="#cite_note-43"><span class="cite-bracket">[</span>43<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In <a href="Niedersachsen" title="Niedersachsen">Niedersachsen</a> gab es ein derartiges Schild von 2012 bis 2017, das 2018 von einem weißen Schild mit dem Landeswappen (<a href="Sachsenross" title="Sachsenross">Niedersachsenross</a>) abgelöst wurde.<sup id="cite_ref-44" class="reference"><a href="#cite_note-44"><span class="cite-bracket">[</span>44<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<ul class="gallery mw-gallery-traditional">
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Denkmalplakette in verschiedenen deutschen Bundesländern, ehem. Denkmalkennzeichnung <a href="Denkmalschutz_in_der_DDR" title="Denkmalschutz in der DDR">in der DDR</a></div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Denkmalplakette in Nordrhein-Westfalen</div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Denkmalplakette in Niedersachsen (ab 2018)</div>
</li>
</ul>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Behörden"><span id="Beh.C3.B6rden"></span>Behörden</h4></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→ </span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Denkmalbeh%C3%B6rde" title="Denkmalbehörde">Denkmalbehörde</a></i></div>
<p>Je nach <a href="Land_(Deutschland)" title="Land (Deutschland)">Land</a>, teils abhängig von dessen Größe, ist Denkmalschutz als einstufige Verwaltung (z. B. <a href="Saarland" title="Saarland">Saarland</a>), zweistufige Verwaltung (z. B. Hessen) oder dreistufig (z. B. <a href="Baden-W%C3%BCrttemberg" title="Baden-Württemberg">Baden-Württemberg</a>) organisiert.
</p><p>Denkmalrechtliche Genehmigungen erteilt in der Regel die Untere Denkmalschutzbehörde. Diese ist in der Regel bei den kreisfreien Städten sowie Landkreisen angesiedelt (Ausnahme: <a href="Nordrhein-Westfalen" title="Nordrhein-Westfalen">Nordrhein-Westfalen</a>, dort ist es die Gemeinde). Oberste Denkmalschutzbehörde mit der Funktion einer Fachaufsicht ist das zuständige Ministerium (in Stadtstaaten der zuständige Senator).
</p><p>Außerhalb dieser Hierarchie von Unterer und Oberer/Oberster Denkmalschutzbehörde gibt es in den meisten Ländern als Denkmalfachbehörde ein <a href="Landesamt_f%C3%BCr_Denkmalpflege" class="mw-redirect" title="Landesamt für Denkmalpflege">Landesamt für Denkmalpflege</a> (im Einzelnen mit leicht abweichender Bezeichnung). Dort wird landesweit denkmalpflegerisches Fachwissen (auch in Archiven, Bibliotheken, Werkstätten usw.) zusammengefasst, das aus Kostengründen nicht bei jeder einzelnen Denkmalschutzbehörde vorgehalten werden kann. In einigen Bundesländern ist das Landesamt auch in die Genehmigungsvorgänge eingebunden, weil die unteren Denkmalschutzbehörden ihre Entscheidungen im <a href="Einvernehmen" title="Einvernehmen">Einvernehmen</a> oder im <a href="Benehmen" title="Benehmen">Benehmen</a> mit der Denkmalfachbehörde aussprechen müssen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Private_Initiative">Private Initiative</h4></div>
<p>Denkmalschutz funktioniert in der Regel – trotz aller durch die Denkmalschutzgesetze vorgegebenen Zwangsmöglichkeiten – nur, wenn staatliche Stellen und Denkmaleigentümer zusammenarbeiten. Deshalb ist es für den Denkmalschutz wichtig, die Öffentlichkeit – und insbesondere die Eigentümer der Denkmäler – für die Bedeutung der Erhaltung des kulturellen Erbes zu sensibilisieren und Interesse für die Belange der Denkmalpflege zu wecken. Besonders aktiv sind hier die <a href="Deutsche_Stiftung_Denkmalschutz" title="Deutsche Stiftung Denkmalschutz">Deutsche Stiftung Denkmalschutz</a>, die <a href="Interessengemeinschaft_Bauernhaus" title="Interessengemeinschaft Bauernhaus">Interessengemeinschaft Bauernhaus</a> und das <a href="Denkmalnetz_Bayern" title="Denkmalnetz Bayern">Denkmalnetz Bayern</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Besonderheiten_für_Bodenfunde"><span id="Besonderheiten_f.C3.BCr_Bodenfunde"></span>Besonderheiten für Bodenfunde</h4></div>
<p>Auch die <a href="Bodendenkmal" title="Bodendenkmal">Bodendenkmäler</a> sind je nach Land unterschiedlich definiert. Alle Denkmalschutzgesetze umfassen archäologisches <a href="Kulturgut" title="Kulturgut">Kulturgut</a>, einige auch – über eine Legalfiktion – <a href="Pal%C3%A4ontologie" title="Paläontologie">paläontologische Denkmäler</a>.
</p><p>In den meisten Ländern gibt es für Bodenfunde ein <a href="Schatzregal" title="Schatzregal">Schatzregal</a>, das inhaltlich sehr unterschiedlich ausgestaltet ist. Es räumt dem Staat das Eigentum an (ausgewählten) Bodenfunden ein.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Steuervorteile_und_Zuschüsse"><span id="Steuervorteile_und_Zusch.C3.BCsse"></span>Steuervorteile und Zuschüsse</h4></div>
<ul><li>Bei vermieteten Baudenkmalen: Die Investition in eine unter Denkmalschutz stehende Immobilie wird durch besondere steuerliche Anreize unterstützt. Von den <a href="Herstellungskosten" title="Herstellungskosten">Herstellungskosten</a> für Baumaßnahmen, die nach Art und Umfang zur Erhaltung des Gebäudes als Baudenkmal oder zu seiner sinnvollen Nutzung erforderlich sind, können im Jahr der Herstellung und in den folgenden 7 Jahren jährlich bis zu 9 % – danach 4 Jahre lang jährlich bis zu 7 % abgeschrieben werden (<span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.gesetze-im-internet.de/estg/__7i.html">§ 7i</a></span> <a href="Einkommensteuergesetz_(Deutschland)" title="Einkommensteuergesetz (Deutschland)">EStG</a>). Der Altbauanteil wird bei Gebäuden, die vor dem 1. Januar 1925 fertiggestellt wurden, mit 2,5 % abgeschrieben.</li>
<li>Bei selbstgenutzten Baudenkmalen: Der <a href="Sonderausgabe_(Steuerrecht)" title="Sonderausgabe (Steuerrecht)">Sonderausgabenabzug</a> für Baumaßnahmen an selbst genutzten Baudenkmalen und Gebäuden in Sanierungsgebieten beträgt jährlich bis zu 9 % über 10 Jahre (<span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.gesetze-im-internet.de/estg/__10f.html">§ 10f</a></span> EStG).</li></ul>
<p>Voraussetzung ist in beiden Fällen die Bescheinigung der zuständigen Denkmalbehörde, dass es sich um für die Nutzung notwendige oder denkmalpflegerisch erforderliche Arbeiten handelt und diese nach den Vorgaben der Denkmalbehörde durchgeführt wurden.
</p><p>Unter bestimmten Voraussetzungen kann für Denkmale die <a href="Grundsteuer_(Deutschland)" title="Grundsteuer (Deutschland)">Grundsteuer</a> erlassen werden (<span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.gesetze-im-internet.de/grstg_1973/__32.html">§ 32</a></span> <a href="Grundsteuergesetz" title="Grundsteuergesetz">GrStG</a>). Darüber hinaus ist eine Senkung des <a href="Einheitswert" title="Einheitswert">Einheitswertes</a> möglich, der die Höhe der Grundsteuer bestimmt. Pauschal werden von den Finanzbehörden 5 % anerkannt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Österreich"><span id=".C3.96sterreich"></span>Österreich</h2></div>
<p>In Österreich ist Denkmalschutz <a href="Bundesebene_(%C3%96sterreich)" class="mw-redirect" title="Bundesebene (Österreich)">Bundesangelegenheit</a>, das Denkmalrecht – im Gegensatz zur Rechtslage in Deutschland – <a href="Bundesrecht" title="Bundesrecht">Bundesrecht</a>.
</p><p>Hier gilt das <a href="Denkmalschutzgesetz_(%C3%96sterreich)" title="Denkmalschutzgesetz (Österreich)"><i>Bundesgesetz betreffend den Schutz von Denkmalen wegen ihrer geschichtlichen, künstlerischen oder sonstigen kulturellen Bedeutung</i> (<i>Denkmalschutzgesetz</i> – DMSG)</a>.<sup id="cite_ref-45" class="reference"><a href="#cite_note-45"><span class="cite-bracket">[</span>45<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Das Denkmalschutzgesetz regelt auch die Angelegenheiten von <a href="Bundesdenkmalamt" title="Bundesdenkmalamt">Bundesdenkmalamt</a> und <a href="Denkmalbeirat" title="Denkmalbeirat">Denkmalbeirat</a>.
</p><p>Der Weg bis zur Gesetzeswerdung war ein langer.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Geschichtliche_Entwicklung_2">Geschichtliche Entwicklung</h3></div>
<p>1850 unterschrieb Kaiser Franz Joseph I das Dekret für die Einrichtung der <i>K.k. Central-Commission zur Erforschung und Erhaltung der Baudenkmale</i> (dem Vorläufer des heutigen Bundesdenkmalamtes). 1853 nahm die Kommission ihre Arbeit auf, 1873 wurden ihre Kompetenzen wesentlich erweitert, ab diesem Jahr verfügte die Institution auch über ein eigenes Budget. 1911 wurde unter dem Protektorat des Thronfolgers <a href="Franz_Ferdinand_von_%C3%96sterreich-Este" title="Franz Ferdinand von Österreich-Este">Franz Ferdinand</a> ein Staatsdenkmalamt errichtet. Bis zum Ende der Donaumonarchie kam es zu 72 Gesetzesentwürfen (einer stammte vom bekannten Kunsthistoriker <a href="Alois_Riegl" title="Alois Riegl">Alois Riegl</a>). Aufgrund des Widerstandes von Kirche und Adel gelang es aber nicht, ein Denkmalschutzgesetz zu beschließen. Am 1. Dezember 1918, kurz nach dem Ende des <a href="Erster_Weltkrieg" title="Erster Weltkrieg">Ersten Weltkriegs</a> trat in Österreich ein Ausfuhrverbot für Kunstgegenstände in Kraft, das einen extremen Ausverkauf an Kulturgütern im hungernden Land vermeiden sollte. Es war der Vorläufer des heute noch bestehenden Denkmalschutzgesetzes von 1923. Mit diesen beiden Rechtsnormen wurde aus der beratenden Kommission eine Behörde.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Rechtsgrundlagen_und_Zuständigkeit"><span id="Rechtsgrundlagen_und_Zust.C3.A4ndigkeit"></span>Rechtsgrundlagen und Zuständigkeit</h3></div>
<p>Wesentliche Rechtsquelle ist das <i><a href="Denkmalschutzgesetz_(%C3%96sterreich)" title="Denkmalschutzgesetz (Österreich)">Denkmalschutzgesetz</a></i> von 1923 in der Fassung der mit 1. Januar 2000 in Kraft getretenen Novelle (Bgbl Nr. 170/1999). Diese integrierte unter anderem das Ausfuhrverbotsgesetz. Nach der Novelle endet übrigens die vorläufige Unterschutzstellung kraft gesetzlicher Vermutung bei öffentlichen Gebäuden mit 31. Dezember 2009 (Novellierung von § 2). Der neue § 31 Abs. 1 macht zudem explizit klar, dass eine Erhaltungs- bzw. Instandsetzungspflicht für Denkmäler nicht vorgesehen ist (Österreich hat bis heute die 1985 beschlossene internationale <a href="Konvention_von_Granada" title="Konvention von Granada">Konvention von Granada</a> des <a href="Europarat" title="Europarat">Europarats</a> nicht ratifiziert und kennt deswegen keinen „aktiven Denkmalschutz“, d. h. eine unbedingte Erhaltungspflicht).
</p><p>Das <i><a href="Bundesdenkmalamt" title="Bundesdenkmalamt">Bundesdenkmalamt</a></i>, eine selbstständige, allerdings dem <i><a href="Bundesministerium_f%C3%BCr_Unterricht%2C_Kunst_und_Kultur" class="mw-redirect" title="Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur">Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur</a></i> weisungsgebundene <a href="Denkmalbeh%C3%B6rde" title="Denkmalbehörde">Behörde</a>, ist nach dieser Novelle auch nicht mehr Anwalt des Denkmalerhalts. Dem <i><a href="Denkmalbeirat" title="Denkmalbeirat">Denkmalbeirat</a></i> kommt nur beratende und sachverständige Funktion zu.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Lage_des_Denkmalwesens">Lage des Denkmalwesens</h3></div>
<p>Die Zahl der <a href="Denkmalgesch%C3%BCtzte_Objekte_in_%C3%96sterreich" title="Denkmalgeschützte Objekte in Österreich">denkmalgeschützten Objekte in Österreich</a> ist bedeutend. Dennoch gilt der Denkmalschutz in Österreich traditionell als gesetzlich nicht allzu stark und bedarf häufig der Unterstützung durch Medien und <a href="B%C3%BCrgerinitiative" title="Bürgerinitiative">Bürgerinitiativen</a>. Sowohl die dem Bundesdenkmalamt zur Verfügung stehenden positiven Anreize (Förderungen) wie seine Möglichkeit, Sanktionen (Strafen) auszusprechen, wurden in den letzten Jahren eher reduziert als erweitert. Insgesamt liegt dem eine deregulierende Tendenz zugrunde. Das Bundesdenkmalamt schätzt den Gesamtbestand schützenswerter Objekte auf ungefähr 60.000, von denen 2008 über 16.000 als Baudenkmäler ausgewiesen waren.<sup id="cite_ref-Statistik_Austria_Baukulturelles_Erbe_Bestand_2_46-0" class="reference"><a href="#cite_note-Statistik_Austria_Baukulturelles_Erbe_Bestand_2-46"><span class="cite-bracket">[</span>46<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Der Denkmalbegriff wird in Österreich aufgrund der <a href="Versteinerungstheorie" class="mw-redirect" title="Versteinerungstheorie">Versteinerungstheorie</a> vom Verfassungsgerichtshof in jenem (engen) Sinn interpretiert, der zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Kompetenzartikel der <a href="Bundesverfassung_(%C3%96sterreich)" title="Bundesverfassung (Österreich)">österreichischen Bundesverfassung</a> (1. Oktober 1925) gesetzlich gegeben war. Daraus ergeben sich gewisse Probleme mit neueren, erweiterten Konzepten des Denkmalschutzes wie dem <a href="Ensembleschutz" class="mw-redirect" title="Ensembleschutz">Ensembleschutz</a> oder dem Schutz der <a href="Gartendenkmal" title="Gartendenkmal">Gartendenkmale</a>. (<a href="Naturschutz" title="Naturschutz">Naturschutz</a> ist in Österreich Sache der Bundesländer).
</p><p>Mit der Novelle 2000 wurden auch 56 ausgewählte Gärten und Parks in Österreich angeführt (<span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.ris.bka.gv.at/Dokument.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Dokumentnummer=NOR12128332">Anhang 2</a></span> zum Denkmalschutzgesetz DMSG), bei denen nun vor Veränderungen an baulichen und pflanzlichen Elementen die Zustimmung des Bundesdenkmalamtes eingeholt werden muss. Österreich war damit das letzte Land in <a href="Europa" title="Europa">Europa</a>, das schützenswerte Gartenanlagen in sein Denkmalschutzgesetz aufnahm. Die Unterschutzstellung ist allerdings an die Zustimmung der jeweiligen Garteneigentümer gebunden, die bisher nur in etwa der Hälfte der Fälle vorliegt (Stand: 2006).
</p><p>Die Möglichkeit ministerieller Entscheidungen gegen den expliziten Willen des Bundesdenkmalamts wie in den Wiener Beispielsfällen des Abrisses der barocken Reitschule beim <a href="Palais_Erzherzog_Rainer" title="Palais Erzherzog Rainer">Palais Erzherzog Rainer</a> (1958), der <a href="Alte_Pfarrkirche_Matzleinsdorf" class="mw-redirect" title="Alte Pfarrkirche Matzleinsdorf">Florianikirche</a> (1965), bei der von <a href="Otto_Wagner" title="Otto Wagner">Otto Wagner</a> gestalteten <a href="Stadtbahnstation_Meidling" class="mw-redirect" title="Stadtbahnstation Meidling">Stadtbahnstation Meidling</a> (1968) oder beim 2002 fertiggestellten Umbau der <a href="Albertina_(Wien)" title="Albertina (Wien)">Albertina</a> belegen allerdings schon seit Jahrzehnten die relative Schwäche der Instrumentarien des österreichischen Denkmalschutzes.
</p><p>Die Präsidentin des Bundesdenkmalamtes, <a href="Barbara_Neubauer" title="Barbara Neubauer">Barbara Neubauer</a>, erklärte sich im September 2014 in einem Zeitungsinterview selbst unzufrieden mit der Situation in Österreich. Insbesondere seien die finanziellen Anreize bzw. Fördermöglichkeiten für die Eigentümer von Denkmalen unzureichend, ebenso das mangelnde öffentliche Bewusstsein dafür:
</p>
<div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote style="margin:0;">
<p>„Die Finanzierung von Denkmalschutz gehört neu diskutiert, und die Eigentümer gehören dafür gestärkt, dass sie ein öffentliches Interesse wahrnehmen. Das muss abgegolten werden – und nicht nur mit ein paar tausend Euro, wenn eine Stuckdecke instand gesetzt wird […] Es ist ein Irrtum, dass nur Objekte unter Denkmalschutz stehen, die reichen Leuten gehören.“
</p>
</blockquote>
</div></div>
<p><sup id="cite_ref-47" class="reference"><a href="#cite_note-47"><span class="cite-bracket">[</span>47<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<table class="wikitable sortable hintergrundfarbe-basis" style="text-align:right;">
<caption>Bestand unter Denkmalschutz stehender unbeweglicher Objekte im Jahr 2017 nach Bundesländern
</caption>
<tbody><tr>
<th style="text-align:left;">Art des Objektes<style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261937660">
/* start https://de.wikipedia.org/ */
.mw-parser-output .fussnoten-marke{font-style:normal;font-variant:normal;font-weight:normal;unicode-bidi:isolate;white-space:nowrap}.mw-parser-output sup.fussnoten-marke{font-size:0.75rem}.mw-parser-output .fussnoten-etui sup{margin-left:-0.15rem}.mw-parser-output span.fussnoten-inhalt{padding-left:0.1rem}.mw-parser-output span.fussnoten-inhalt+span.fussnoten-inhalt{padding-left:0.15rem}.mw-parser-output .fussnoten-block{margin-bottom:0.1rem}.mw-parser-output div.fussnoten-inhalt{display:inline-block;padding-left:0.8rem;text-indent:-0.8rem}.mw-parser-output div.fussnoten-inhalt p,.mw-parser-output div.fussnoten-inhalt dl,.mw-parser-output div.fussnoten-inhalt ol,.mw-parser-output div.fussnoten-inhalt ul{text-indent:0}.mw-parser-output div.fussnoten-inhalt.fussnoten-floatfix{display:block}.mw-parser-output .fussnoten-box{margin-top:0.5rem;padding-left:0.8rem}.mw-parser-output .fussnoten-box,.mw-parser-output div.fussnoten-inhalt{font-size:94%}.mw-parser-output .fussnoten-box div.fussnoten-inhalt,.mw-parser-output span.fussnoten-inhalt,.mw-parser-output .fussnoten-inhalt .reference-text{font-size:inherit}.mw-parser-output .fussnoten-inhalt .reference-text{display:inline}.mw-parser-output .fussnoten-linie{display:inline-block;position:relative;top:-1em;border-top:solid 1px #808080;width:8rem}.mw-parser-output .fussnoten-linie+p,.mw-parser-output .fussnoten-linie+dl,.mw-parser-output .fussnoten-linie+ol,.mw-parser-output .fussnoten-linie+ul,.mw-parser-output .fussnoten-linie+link+div{margin-top:-1em}.mw-parser-output .annotationpair-m:target .fussnoten-marke,.mw-parser-output .fussnoten-inhalt:target{background-color:var(--background-color-progressive-subtle,#f1f4fd);box-shadow:0 0 0 0.25em var(--background-color-progressive-subtle,#f1f4fd)}.mw-parser-output .annotationpair-m:target .fussnoten-marke,.mw-parser-output .fussnoten-inhalt:target .fussnoten-marke{font-weight:bold}
/* end https://de.wikipedia.org/ */
</style> <span class="fussnoten-etui reference"><sup class="fussnoten-marke" data-annotationpair-m="1)">1)</sup></span>
</th>
<th><a href="%C3%96sterreich" title="Österreich">AT</a>
</th>
<th><a href="Burgenland" title="Burgenland">BGL</a>
</th>
<th><a href="K%C3%A4rnten" title="Kärnten">KTN</a>
</th>
<th><a href="Nieder%C3%B6sterreich" title="Niederösterreich">NOE</a>
</th>
<th><a href="Ober%C3%B6sterreich" title="Oberösterreich">OOE</a>
</th>
<th><a href="Land_Salzburg" title="Land Salzburg">SBG</a>
</th>
<th><a href="Steiermark" title="Steiermark">STM</a>
</th>
<th><a href="Tirol_(Bundesland)" title="Tirol (Bundesland)">TIR</a>
</th>
<th><a href="Vorarlberg" title="Vorarlberg">VBG</a>
</th>
<th><a href="Wien" title="Wien">WIE</a>
</th></tr>
<tr class="hintergrundfarbe8 sortbottom">
<td style="text-align:left;" data-sort-value="!"><b>Alle Objekte</b> <span class="fussnoten-etui reference"><sup class="fussnoten-marke" data-annotationpair-m="1)">1)</sup></span></td>
<td>38.146<br>17.443</td>
<td>2.075<br>991</td>
<td>2.848<br>1.316</td>
<td>10.557<br>4.227</td>
<td>5.842<br>3.228</td>
<td>2.193<br>1.323</td>
<td>4.927<br>1.800</td>
<td>4.825<br>2.004</td>
<td>1.605<br>922</td>
<td>3.274<br>1.632
</td></tr>
<tr>
<td style="text-align:left;"><a href="Bodendenkmal" title="Bodendenkmal">Archäologie</a> <span class="fussnoten-etui reference"><sup class="fussnoten-marke" data-annotationpair-m="2)">2)</sup></span></td>
<td>918</td>
<td>58</td>
<td>79</td>
<td>298</td>
<td>137</td>
<td>30</td>
<td>255</td>
<td>40</td>
<td>15</td>
<td>6
</td></tr>
<tr>
<td style="text-align:left;"><a href="Gartendenkmalpflege" title="Gartendenkmalpflege">Garten- und Parkanlagen</a> <span class="fussnoten-etui reference"><sup class="fussnoten-marke" data-annotationpair-m="3)">3)</sup></span></td>
<td>29</td>
<td>1</td>
<td>2</td>
<td>6</td>
<td>2</td>
<td>2</td>
<td>2</td>
<td>3</td>
<td>2</td>
<td>9
</td></tr>
<tr>
<td style="text-align:left;"><a href="Profanbau" title="Profanbau">Profanbauten</a> <span class="fussnoten-etui reference"><sup class="fussnoten-marke" data-annotationpair-m="4)">4)</sup></span></td>
<td>23.306</td>
<td>1.323</td>
<td>1.346</td>
<td>6.438</td>
<td>3.948</td>
<td>1.501</td>
<td>2.675</td>
<td>2.455</td>
<td>1.002</td>
<td>2.618
</td></tr>
<tr>
<td style="text-align:left;"><a href="Sakralbau" title="Sakralbau">Sakralbauten</a> <span class="fussnoten-etui reference"><sup class="fussnoten-marke" data-annotationpair-m="5)">5)</sup></span></td>
<td>11.889</td>
<td>661</td>
<td>1.287</td>
<td>3.214</td>
<td>1.475</td>
<td>576</td>
<td>1.692</td>
<td>2.074</td>
<td>514</td>
<td>396
</td></tr>
<tr>
<td style="text-align:left;"><a href="Technisches_Denkmal" title="Technisches Denkmal">Technische Denkmale</a> <span class="fussnoten-etui reference"><sup class="fussnoten-marke" data-annotationpair-m="6)">6)</sup></span></td>
<td>2.004</td>
<td>32</td>
<td>134</td>
<td>601</td>
<td>280</td>
<td>84</td>
<td>303</td>
<td>253</td>
<td>72</td>
<td>245
</td></tr></tbody></table>
<p><small style="margin-left:1.1em;">Quelle: Bundesdenkmalamt (Denkmaldatenbank)<sup id="cite_ref-BDA_Denkmalverzeichnis_48-0" class="reference"><a href="#cite_note-BDA_Denkmalverzeichnis-48"><span class="cite-bracket">[</span>48<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>/Statistik Austria, Stand: 11/2012</small><sup id="cite_ref-BDA_Statistik_49-0" class="reference"><a href="#cite_note-BDA_Statistik-49"><span class="cite-bracket">[</span>49<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="fussnoten-box">
<div class="fussnoten-linie" aria-hidden="true" role="presentation"></div>
<div class="fussnoten-block"><div class="fussnoten-inhalt references"><sup class="fussnoten-marke mw-cite-backlink" data-annotationpair-a="1)">1)</sup> <div class="reference-text">Gesamtsumme erste Ziffer: aktualisiertes Denkmalverzeichnis 2017 ohne bewegliche Denkmale und Sammlungen sowie Klangdenkmale (unbewegliche und archäologische Denkmale unter Denkmalschutz, <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.ris.bka.gv.at/Dokument.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Dokumentnummer=NOR12128290">§ 2a</a></span> oder <a href="Bescheid#Österreich" title="Bescheid">Bescheid</a>); zweite Ziffer: alle Objekte, deren Denkmalfeststellung mit rechtskräftigem Bescheid erfolgte</div></div></div>
<div class="fussnoten-block"><div class="fussnoten-inhalt references"><sup class="fussnoten-marke mw-cite-backlink" data-annotationpair-a="2)">2)</sup> <div class="reference-text">Archäologische <a href="Kleindenkmal" title="Kleindenkmal">Kleindenkmäler</a>, befestigte Siedlung/<a href="Befestigung" title="Befestigung">Wehranlage</a>, Einzel<a href="Bauwerk" title="Bauwerk">bauwerk</a>, Einzel<a href="Arch%C3%A4ologischer_Fund" title="Archäologischer Fund">fund</a>, Einzel<a href="Grab" title="Grab">grab</a>, <a href="Fundort" title="Fundort">Fundstelle</a> u. ä.</div></div></div>
<div class="fussnoten-block"><div class="fussnoten-inhalt references"><sup class="fussnoten-marke mw-cite-backlink" data-annotationpair-a="3)">3)</sup> <div class="reference-text">Entsprechend <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.ris.bka.gv.at/Dokument.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Dokumentnummer=NOR12128332">Anhang 2</a></span> zum <a href="Denkmalschutzgesetz_(%C3%96sterreich)" title="Denkmalschutzgesetz (Österreich)">Denkmalschutzgesetz</a></div></div></div>
<div class="fussnoten-block"><div class="fussnoten-inhalt references"><sup class="fussnoten-marke mw-cite-backlink" data-annotationpair-a="4)">4)</sup> <div class="reference-text"><a href="Befestigung" title="Befestigung">Befestigungs</a>-/Militärbauten, Erinnerungs-/<a href="Kleindenkmal" title="Kleindenkmal">Kleindenkmäler</a>, Kultur/Gesundheit/Unterricht, <a href="Landwirtschaftliches_Geb%C3%A4ude" class="mw-redirect" title="Landwirtschaftliches Gebäude">landwirtschaftliche Bauten</a>, <a href="Schloss_(Architektur)" title="Schloss (Architektur)">Schlösser</a>/<a href="Burg" title="Burg">Burgen</a>/<a href="Palast" title="Palast">Palais</a>, Tourismus/Sport/Freizeit, Verwaltungsbauten, <a href="Wohngeb%C3%A4ude" title="Wohngebäude">Wohnbauten</a> u. ä.</div></div></div>
<div class="fussnoten-block"><div class="fussnoten-inhalt references"><sup class="fussnoten-marke mw-cite-backlink" data-annotationpair-a="5)">5)</sup> <div class="reference-text"><a href="Friedhof" title="Friedhof">Friedhöfe/Begräbnisplätze</a>, <a href="Kapelle_(Kirchenbau)" title="Kapelle (Kirchenbau)">Kapellen</a>, <a href="Beinhaus" title="Beinhaus">Karner</a>, <a href="Kirche_(Bauwerk)" title="Kirche (Bauwerk)">Kirchen</a>, <a href="Kloster" title="Kloster">Klöster</a>/<a href="Stift_(Kirche)" title="Stift (Kirche)">Stifte</a> u. ä.</div></div></div>
<div class="fussnoten-block"><div class="fussnoten-inhalt references"><sup class="fussnoten-marke mw-cite-backlink" data-annotationpair-a="6)">6)</sup> <div class="reference-text">Kategorie Technische Denkmale: Produktion, Verkehr, Energie/Versorgung, Handel, Maschinen, Verkehr u. ä.; ausschließlich unbewegliche Denkmale; andere sind der Kategorie bewegliche Denkmale zugeordnet. Verkehrsbauwerke (Brücken, Eisenbahnstrecken etc.) und Aquädukte sind z. T. in Katastralgemeinden und Streckenabschnitte aufgegliedert. )</div></div></div>
</div>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Schweiz">Schweiz</h2></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→ </span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Kulturg%C3%BCterschutz_in_der_Schweiz" title="Kulturgüterschutz in der Schweiz">Kulturgüterschutz in der Schweiz</a></i></div>
<p>Der Denkmalschutz obliegt in der <a href="Schweiz" title="Schweiz">Schweiz</a> im Wesentlichen den 26 Kantonen (Art. 78 <a href="Bundesverfassung_der_Schweizerischen_Eidgenossenschaft" title="Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft">BV</a>); der Bund ist lediglich subsidiär tätig. Das <i><a href="Bundesgesetz_%C3%BCber_den_Natur-_und_Heimatschutz" title="Bundesgesetz über den Natur- und Heimatschutz">Natur- und Heimatschutzgesetz</a></i> (NHG) des Bundes ist eine Rahmengesetzgebung, die – im Bereich des Denkmalschutzes – vor allem die Grundlage für finanzielle Leistungen des Bundes zugunsten der Kantone legt. Der Denkmalschutz als solcher wird durch die kantonale Gesetzgebung geregelt. Auf Bundesebene ist die <a href="Eidgen%C3%B6ssische_Kommission_f%C3%BCr_Denkmalpflege" title="Eidgenössische Kommission für Denkmalpflege">Eidgenössische Kommission für Denkmalpflege</a> (EKD) oberstes Gremium und dem <a href="Bundesamt_f%C3%BCr_Kultur" title="Bundesamt für Kultur">Bundesamt für Kultur</a> im Eidgenössischen Departement des Innern angegliedert.
</p><p>„Bundesschutz“ im Sinne verpflichtender Subventionierung gibt es in der Schweiz nicht. <a href="Schweizerisches_Inventar_der_Kulturg%C3%BCter_von_nationaler_und_regionaler_Bedeutung" title="Schweizerisches Inventar der Kulturgüter von nationaler und regionaler Bedeutung">Kulturgüter von nationaler Bedeutung</a> können gemäß der <i>Verordnung vom 16. Januar 1991 über den Natur- und Heimatschutz</i> durch den Bund (<a href="Bundesamt_f%C3%BCr_Kultur" title="Bundesamt für Kultur">Bundesamt für Kultur</a>) im Einzelfall finanziell unterstützt werden.<sup id="cite_ref-NHV_50-0" class="reference"><a href="#cite_note-NHV-50"><span class="cite-bracket">[</span>50<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Diese Subventionen werden anhand der Kategorien A (nationale Bedeutung), B (regionale Bedeutung) und C (lokale Bedeutung) gemäß der <i><a href="Haager_Konvention_zum_Schutz_von_Kulturgut_bei_bewaffneten_Konflikten" title="Haager Konvention zum Schutz von Kulturgut bei bewaffneten Konflikten">Haager Konvention zum Schutz von Kulturgut bei bewaffneten Konflikten</a></i> und dem <i>Bundesgesetz vom 20. Juni 2014 über den Schutz der Kulturgüter bei bewaffneten Konflikten</i><sup id="cite_ref-KGSG_51-0" class="reference"><a href="#cite_note-KGSG-51"><span class="cite-bracket">[</span>51<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> sowie der <i>Verordnung vom 29. Oktober 2014 über den Schutz der Kulturgüter bei bewaffneten Konflikten</i><sup id="cite_ref-KGSV_52-0" class="reference"><a href="#cite_note-KGSV-52"><span class="cite-bracket">[</span>52<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> ausgerichtet. Das schweizerische Inventar von Objekten von nationaler (A-Objekte) und regionaler (B-Objekte) Bedeutung erschien zuletzt 2021.<sup id="cite_ref-53" class="reference"><a href="#cite_note-53"><span class="cite-bracket">[</span>53<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Darin finden sich knapp 3'400 sogenannte A-Objekte (von nationaler Bedeutung) und rund 10'000 B-Objekte (von regionaler Bedeutung).<sup id="cite_ref-54" class="reference"><a href="#cite_note-54"><span class="cite-bracket">[</span>54<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Der eigentliche Denkmalschutz obliegt den Kantonen, die ihre eigenen Gesetze erlassen und dabei nicht an die Kulturgüterschutzgesetze gebunden sind. Neue, noch nicht aufgenommene Kunstdenkmäler erhalten oft den Status schutzwürdig (oder schützenswert), dies ist die Vorstufe zur Aufnahme in ein kantonales Denkmalschutzinventar. Bei schlechtem Erhaltungszustand kann auch eine Rückstufung im Status vorgenommen werden. Dies ist auch der Fall, wenn anhand einer Renovation, die von der Denkmalpflege begleitet wird, festgestellt wird, dass nicht so viel an alter Bausubstanz vorhanden ist, wie ursprünglich angenommen wurde.
</p><p>Der in kantonale Sektionen gegliederte <a href="Schweizer_Heimatschutz" title="Schweizer Heimatschutz">Schweizer Heimatschutz</a> ist ein Verein, der sich vor allem im Bereich von Bauten für das kulturelle Erbe engagiert.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Frankreich">Frankreich</h2></div>
<p>Frankreich schützt seine Denkmale durch die Deklaration als <a href="Monument_historique" title="Monument historique">Monument historique</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Niederlande">Niederlande</h2></div>
<p>In den <a href="Niederlande" title="Niederlande">Niederlanden</a> ist der <a href="Rijksdienst_voor_het_Cultureel_Erfgoed" title="Rijksdienst voor het Cultureel Erfgoed">Rijksdienst voor het Cultureel Erfgoed</a> (abgekürzt <i>RCE</i>; <span style="font-style:normal;font-weight:normal"><a href="Deutsche_Sprache" title="Deutsche Sprache">deutsch</a></span> <span lang="de-Latn">„Reichsdienst bzw. Agentur für Kulturerbe“</span>) die verantwortliche Organisation des niederländischen <a href="Ministerie_van_Onderwijs%2C_Cultuur_en_Wetenschap" title="Ministerie van Onderwijs, Cultuur en Wetenschap">Ministeriums für Bildung, Kultur und Wissenschaft</a> (<span style="font-style:normal;font-weight:normal"><a href="Niederl%C3%A4ndische_Sprache" title="Niederländische Sprache">niederländisch</a></span> <span lang="nl-Latn" style="font-style:italic"><i>Ministerie van Onderwijs, Cultuur en Wetenschap</i></span>) mit Zuständigkeit für alle Bereiche des dortigen Kulturerbes. Die Verwaltung des RCE befindet sich in <a href="Amersfoort" title="Amersfoort">Amersfoort</a> (<a href="Provinz_Utrecht" title="Provinz Utrecht">Provinz Utrecht</a>).
</p><p>Die Agentur für Kulturerbe (RCE) spielt vor allem eine Rolle bei nationalen Denkmälern (<span style="font-style:normal;font-weight:normal"><a href="Niederl%C3%A4ndische_Sprache" title="Niederländische Sprache">niederländisch</a></span> <span lang="nl-Latn" style="font-style:italic"><i>rijksmonumenten</i></span>). Sie benennt nationale Denkmäler im Namen des Ministers für Bildung, Kultur und Wissenschaft, gewährt eine Subvention für die Restaurierung und Wartung, führt das nationale niederländische Denkmalregister (<span style="font-style:normal;font-weight:normal"><a href="Niederl%C3%A4ndische_Sprache" title="Niederländische Sprache">niederländisch</a></span> <span lang="nl-Latn" style="font-style:italic"><i>rijksmonumentenregister</i></span>) und berät Gemeinden bei größeren Änderungen an nationalen Denkmälern.
Die zuständige Behörde, in der Regel die Gemeinde, ist verpflichtet, sich bei größeren Änderungen an nationalen Denkmälern vom RCE beraten zu lassen. Dazu gehören alle Maßnahmen, wie:
</p>
<ul><li>Umnutzung,</li>
<li>(Teil-)Abbruch,</li>
<li>Wiederaufbau;</li>
<li>umfangreiche Restaurierungen und Renovierungen;</li>
<li>Änderung eines geschützten Parkbereichs oder Neubau in einer geschützten Grünanlage.</li></ul>
<p>Nationale niederländische Denkmäler sind Gedenkstätten zur Bewahrung der Erinnerung an tiefgreifende Ereignisse oder Perioden der Vergangenheit. Dagegen wird die Bezeichnung „Nationalmonument“ (<span style="font-style:normal;font-weight:normal"><a href="Niederl%C3%A4ndische_Sprache" title="Niederländische Sprache">niederländisch</a></span> <span lang="nl-Latn" style="font-style:italic"><i>Nationaal monument</i></span>) nicht von der niederländischen Regierung zugewiesen. Es gibt auch keine offizielle Liste der „Nationalmonumente“ der Niederlande. Einige niederländische „Nationalmonumente“ sind allerdings zugleich auch nationale niederländische Denkmäler, wie das <a href="Nationalmonument_(Amsterdam)" title="Nationalmonument (Amsterdam)">„Nationalmonument auf dem Dam-Platz“</a> (<span style="font-style:normal;font-weight:normal"><a href="Niederl%C3%A4ndische_Sprache" title="Niederländische Sprache">niederländisch</a></span> <span lang="nl-Latn" style="font-style:italic"><i>Nationaal Monument op de Dam</i></span>).<sup id="cite_ref-55" class="reference"><a href="#cite_note-55"><span class="cite-bracket">[</span>55<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Als Beispiel für eine der vielen niederländischen Denkmalschutzorganisationen kann <a href="Stadsherstel_(Amsterdam)" title="Stadsherstel (Amsterdam)">Stadsherstel Amsterdam</a> genannt werden, die gefährdete, aber erhaltenswerte Gebäude in der Stadt Amsterdam und einem 45 km Umkreis aufkauft und möglichst wiederherstellt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Spanien">Spanien</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Grundlagen_des_Denkmalschutzes_in_Spanien">Grundlagen des Denkmalschutzes in Spanien</h3></div>
<p>Der Denkmalschutz ist in Spanien Teil eines umfassenden Schutzes von <a href="Kulturgut" title="Kulturgut">Kulturgut</a>. Der Schutz von Kulturgut ist in Artikel 46 der Spanischen Verfassung<sup id="cite_ref-56" class="reference"><a href="#cite_note-56"><span class="cite-bracket">[</span>56<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> festgeschrieben. Diese Kulturgüter werden als <a href="Bien_de_Inter%C3%A9s_Cultural" title="Bien de Interés Cultural">Bien de Interés Cultural</a> bezeichnet. Grundlage des Denkmalschutzes in Spanien ist zurzeit (2012) der zweite Teil eines Gesetzes mit dem Titel „Del patrimonio histórico Español“ (Vom historischen Erbe Spaniens) aus dem Jahr 1985.<sup id="cite_ref-57" class="reference"><a href="#cite_note-57"><span class="cite-bracket">[</span>57<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die gesetzlichen Regelungen gelten für das gesamte Königreich Spanien. Zusatzregelungen und Unterschiede in den Bezeichnungen in einzelnen <a href="Autonome_Gemeinschaften_Spaniens" title="Autonome Gemeinschaften Spaniens">Comunidades Autónomas</a> und <a href="Ciudades_aut%C3%B3nomas" class="mw-redirect" title="Ciudades autónomas">Ciudades autónomas</a> sind möglich.
Die Durchführung des Gesetzes wird seit 1986 durch eine Rechtsverordnung geregelt.<sup id="cite_ref-58" class="reference"><a href="#cite_note-58"><span class="cite-bracket">[</span>58<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Regierungen der einzelnen Comunidades Autónomas sind grundsätzlich für die Durchführung des Gesetzes, besonders aber für die Auswahl der zu schützenden Objekte zuständig. Sie werden dabei von den Stadtverwaltungen (Ayuntamientos) unterstützt.<sup id="cite_ref-59" class="reference"><a href="#cite_note-59"><span class="cite-bracket">[</span>59<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Objekte werden, nachdem die Regierung der jeweiligen Comunidad Autónoma sie durch Rechtsverordnung (Decreto) zum Bien de Interés Cultural erklärt hat, in ein zentrales Register in Madrid eingetragen.<sup id="cite_ref-60" class="reference"><a href="#cite_note-60"><span class="cite-bracket">[</span>60<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Ortsgebundene_Kulturgüter_(Bienes_Inmuebles)"><span id="Ortsgebundene_Kulturg.C3.BCter_.28Bienes_Inmuebles.29"></span>Ortsgebundene Kulturgüter (Bienes Inmuebles)</h3></div>
<p>Die ortsgebundenen Kulturgütern werden in Spanien in verschiedene Kategorien eingeteilt:
</p>
<ul><li><b>Baudenkmale</b> (Monumentos) – Monumentos sind Gebäude nach architektonischen oder technischen Entwürfen oder großformatige Skulpturen und Plastiken mit geschichtlicher, künstlerischer, wissenschaftlicher oder sozialer Bedeutung. Bei den Skulpturen und Plastiken handelt es sich häufig um Brunnenanlagen wie z. B. <i>La Fuentecilla de la Calle de Toledo in Madrid</i></li>
<li><b>Gärten mit geschichtlicher Bedeutung</b> (Jardín histórico) – Jardín Histórico ist eine abgegrenzte Fläche, auf der die Natur durch den Menschen geordnet wurde. Die Gestaltung wird gelegentlich durch künstliche Strukturen vervollständigt. Dabei können die Geschichte des Ortes, der ästhetische, gefühlsmäßige oder botanische Wert von besonderer Bedeutung sein. Mit dem Begriff werden nicht nur bereits lange bestehende Gärten bezeichnet wie z. B. die <a href="Palacio_Real_(Aranjuez)" class="mw-redirect" title="Palacio Real (Aranjuez)">Jardines de Aranjuez</a>, sondern auch neuere Parkanlagen oder Schwimmbadanlagen, die sich durch eine eigene Landschaftsarchitektur auszeichnen, wie z. B. verschiedene Arbeiten des kanarischen Künstlers <a href="C%C3%A9sar_Manrique" title="César Manrique">César Manrique</a>.</li>
<li><b>Geschichtliche Gesamtanlagen</b> (<a href="Conjunto_hist%C3%B3rico-art%C3%ADstico" title="Conjunto histórico-artístico">Conjunto histórico-artístico</a>) – Mit dem Begriff werden in erster Linie historische Stadtkerne oder zusammenhängende Schlossanlagen bezeichnet.</li>
<li><b>Geschichtliche Orte</b> (Sitio histórico) – Mit dem Begriff werden einerseits Einrichtungen bezeichnet, die im deutschen Denkmalschutz als Industriedenkmal bezeichnet werden (z. B. Mühlen mit den dazugehörigen Wasserleitungen), andererseits aber auch z. B. Pilger- oder Prozessionswege.</li>
<li><b>Archäologische Gebiete</b> (Zona Arqueológica) – Es können auch solche Gebiete geschützt werden, in denen archäologische Funde bisher nur vermutet werden. Alle Arten von Ausgrabungen oder Suche unter Wasser ob geologischer, paläontologischer oder sonstiger geschichtlicher Art bedürfen der ausdrücklichen Zustimmung der zuständigen Behörden.<sup id="cite_ref-61" class="reference"><a href="#cite_note-61"><span class="cite-bracket">[</span>61<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Ein Objekt kann in mehreren Kategorien geführt werden.</li></ul>
<p>Mit allen ortsgebundenen Kulturgütern können grundsätzlich bewegliche Kulturgüter verbunden werden (z. B. Heiligenfiguren oder Gemälde mit einer bestimmten Kirche oder Skulpturen mit einem bestimmten Garten).
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Verfahren_zur_Erklärung_eines_Bauwerks_zum_Bien_de_Interés_Cultural"><span id="Verfahren_zur_Erkl.C3.A4rung_eines_Bauwerks_zum_Bien_de_Inter.C3.A9s_Cultural"></span>Verfahren zur Erklärung eines Bauwerks zum Bien de Interés Cultural</h3></div>
<p>Durch verschiedene vor 1985 erlassene Gesetze wurden in Spanien alle Befestigungsanlagen (castillos), Mauern (murallas) und Türme (torreones) und deren Ruinen zu Bienes de Interés Cultural erklärt<sup id="cite_ref-62" class="reference"><a href="#cite_note-62"><span class="cite-bracket">[</span>62<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>, darüber hinaus alle an Gebäuden angebrachten Wappen oder Zeichen<sup id="cite_ref-63" class="reference"><a href="#cite_note-63"><span class="cite-bracket">[</span>63<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>, eine besondere Art von Wegkreuzen (Cruz de término) an den Grenzen der Stadtgebiete und besondere im Nordwesten Spaniens vorkommende Kornspeicher (<a href="H%C3%B3rreo" title="Hórreo">Hórreo</a>)<sup id="cite_ref-64" class="reference"><a href="#cite_note-64"><span class="cite-bracket">[</span>64<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> jeweils dann, wenn sie älter als einhundert Jahre sind. Bei diesen Objekten hat die erneute Aufnahme in die Liste der Denkmale einer Comunidad Autónomo den Sinn das Objekt genau zu beschreiben und u. U. auch den Denkmalschutz auf das Umfeld (entorno) auszudehnen. Generell unter Denkmalschutz stehen seit 1985 auch alle Orte, an denen sich Felszeichnungen befinden.<sup id="cite_ref-65" class="reference"><a href="#cite_note-65"><span class="cite-bracket">[</span>65<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
Für das Vorgehen bei der Erklärung eines Objekte zum Bien de Interés Cultural ist ein formalisiertes Vorgehen vorgeschrieben.<sup id="cite_ref-66" class="reference"><a href="#cite_note-66"><span class="cite-bracket">[</span>66<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Es wird eine amtliche Untersuchung durchgeführt. Bereits mit Beginn der Untersuchung wird das Objekt vorbeugend in die Liste der Bienes de Interés Cultural eingetragen. Der Zustand der nur vorbeugenden Eintragung kann sich über Jahre hinziehen.
Bei der Untersuchung wird die Bedeutung des Objektes eingeschätzt. Eine genaue Beschreibung und Analyse des Objektes, seines Umfeldes und der u. U. mit dem Objekt verbundenen transportablen Kunstwerke wird mit Hinweisen auf die verwendeten Quellen und Literatur im Gesetz- und Verordnungsblatt der Comunidad Autónoma veröffentlicht. Alle betroffenen Eigentümern und Grundstücksnachbarn werden informiert. Gegen alle Teile der Untersuchung (selbst gegen die Bezeichnung des Objektes) kann Widerspruch eingelegt werden. Wenn es keine Widersprüche gibt bzw. den Widersprüchen stattgegeben oder sie vom Gericht abgewiesen wurden, erfolgt die endgültige Eintragung.
</p><p>Die Folgen einer Erklärung eines Bauwerkes zum Bien de Interés Cultural, Categoría Monumento in Spanien entsprechen weitgehend den Folgen, die sich in Deutschland aus der Erklärung eines Bauwerkes zum Denkmal ergeben.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weitere_internationale_Regelungen_zum_Schutz_von_Denkmalen_bzw._Kulturgütern"><span id="Weitere_internationale_Regelungen_zum_Schutz_von_Denkmalen_bzw._Kulturg.C3.BCtern"></span>Weitere internationale Regelungen zum Schutz von Denkmalen bzw. Kulturgütern</h2></div>
<p>Eingetragene <a href="Kulturgut" title="Kulturgut">Kulturgüter</a> sind nach der <a href="Haager_Konvention_zum_Schutz_von_Kulturgut_bei_bewaffneten_Konflikten" title="Haager Konvention zum Schutz von Kulturgut bei bewaffneten Konflikten">Haager Konvention zum Schutz von Kulturgut bei bewaffneten Konflikten</a> bei <a href="Krieg" title="Krieg">kriegerischen</a> Auseinandersetzungen zu schützen.
</p><p>Die <a href="UNESCO" title="UNESCO">UNESCO</a> stuft als <a href="Welterbe" class="mw-redirect" title="Welterbe">Welterbe</a> die Zeugnisse menschlichen Schaffens ein, die von „außergewöhnlichem universellen Wert“ und unverzichtbar für die „gesamte“ Menschheit sind.
</p><p>Kulturerbe von europäischem Rang kennzeichnet das <i><a href="Europ%C3%A4isches_Kulturerbe-Siegel" title="Europäisches Kulturerbe-Siegel">Europäische Kulturerbe-Siegel</a></i>.
</p><p>Auch in Japan gilt <a href="Denkmalschutzgesetz_(Japan)" class="mw-redirect" title="Denkmalschutzgesetz (Japan)">gesetzlicher Schutz</a> den Kulturgütern (engl. <i>Cultural Properties</i>).
</p><p><i><a href="National_Monuments_in_den_Vereinigten_Staaten" title="National Monuments in den Vereinigten Staaten">National Monuments in den Vereinigten Staaten</a></i> sind ausgewiesene Schutzgebiete.
</p><p>In Uruguay regelt das <a href="Gesetz_No._14.040_vom_20._Oktober_1971" title="Gesetz No. 14.040 vom 20. Oktober 1971">Gesetz No. 14.040 vom 20. Oktober 1971</a> den Denkmalschutz von Gebäuden.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Denkmalschutzpreis">Denkmalschutzpreis</h2></div>
<p>Für besondere Leistungen im Bereich des Denkmalschutzes loben verschiedene Institutionen <a href="Denkmalschutzpreis" class="mw-disambig" title="Denkmalschutzpreis">Denkmalschutzpreise</a> aus.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<p><b>Allgemein</b>
</p>
<ul><li><a href="Dieter_Martin" title="Dieter Martin">Dieter Martin</a>, <a href="Michael_Krautzberger" title="Michael Krautzberger">Michael Krautzberger</a> (Hrsg.): <i>Handbuch Denkmalschutz und Denkmalpflege – einschließlich Archäologie, Recht, fachliche Grundsätze, Verfahren</i>. Herausgegeben in Zusammenarbeit mit der <a href="Deutsche_Stiftung_Denkmalschutz" title="Deutsche Stiftung Denkmalschutz">Deutschen Stiftung Denkmalschutz</a>. 3., überarbeitete und wesentlich erweiterte Auflage. C. H. Beck, München 2010, ISBN 978-3-406-60924-4;<br>ausführliche Rezension der Erstauflage (2004) von Jürgen Klebs in: <i><a href="Die_Denkmalpflege" title="Die Denkmalpflege">Die Denkmalpflege</a>.</i> Band 63, Heft 1, 2005, S. 91–95 „Rezensionen“.</li>
<li><a href="Achim_Hubel" title="Achim Hubel">Achim Hubel</a>: <i>Denkmalpflege. Geschichte. Themen. Aufgaben. Eine Einführung.</i> Reclam, Stuttgart 2006, ISBN 3-15-018358-8.</li>
<li><a href="Hans-Rudolf_Meier" title="Hans-Rudolf Meier">Hans-Rudolf Meier</a>, <a href="Ingrid_Scheurmann" title="Ingrid Scheurmann">Ingrid Scheurmann</a>, <a href="Wolfgang_Sonne" title="Wolfgang Sonne">Wolfgang Sonne</a>, <a href="Ulrike_Wendland" title="Ulrike Wendland">Ulrike Wendland</a> (Hrsg.): <i>Werte. Begründungen der Denkmalpflege in Geschichte und Gegenwart</i>. JOVIS, Berlin 2013, ISBN 978-3-86859-162-0.</li>
<li>Frank Eckardt, Hans-Rudolf Meier, Ingrid Scheurmann, <a href="Wolfgang_Sonne" title="Wolfgang Sonne">Wolfgang Sonne</a> (Hrsg.): <i>Welche Denkmale welcher Moderne? Zum Umgang mit Bauten der 1960er und 70er Jahre.</i> JOVIS, Berlin 2017, ISBN 978-3-86859-443-0.</li></ul>
<p><b>Deutschland</b>
</p>
<ul><li>Michael Anton: <i>Nationales Kulturgüter- und Denkmalschutzrecht</i>, Band 4: <i>Nationales Kulturgüter- und Denkmalschutzrecht</i>. de Gruyter, Berlin 2011, ISBN 978-3-89949-735-9.</li>
<li><a href="Deutsches_Nationalkomitee_f%C3%BCr_Denkmalschutz" title="Deutsches Nationalkomitee für Denkmalschutz">Deutsches Nationalkomitee für Denkmalschutz</a> (Hrsg.): <i>Denkmäler in Deutschland – Substanzerhaltung und Restaurierung von unbeweglichen Kulturdenkmälern von nationaler Bedeutung durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.</i> 1., limitierte Auflage. 2003, ISBN 3-922153-14-3.</li>
<li><a href="Kerstin_Odendahl" class="mw-redirect" title="Kerstin Odendahl">Kerstin Odendahl</a>: <i>Kulturgüterrecht</i>. Baden-Baden 2006, ISBN 3-8329-1723-3.</li>
<li>Jan Nikolaus Viebrock u. a.: <i>Denkmalschutzgesetze</i> (= <i>Schriftenreihe des <a href="Deutsches_Nationalkomitee_f%C3%BCr_Denkmalschutz" title="Deutsches Nationalkomitee für Denkmalschutz">Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz</a>.</i> Band 54). 4. Auflage. Bonn 2005, <span class="-print"><a href="Internationale_Standardnummer_f%C3%BCr_fortlaufende_Sammelwerke" title="Internationale Standardnummer für fortlaufende Sammelwerke">ISSN</a> <span style="white-space:nowrap"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://zdb-katalog.de/list.xhtml?t=iss%3D%220723-5747%22&key=cql">0723-5747</a></span></span>.</li>
<li>Torsten Hartleb, Hansjörg Wurster: <i>Denkmalschutz und Erhaltung.</i> In: Michael Hoppenberg, Siegfried de Witt (Hrsg.): <i>Handbuch des öffentlichen Baurechts.</i> 39. Auflage. München 2015.</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.zeit.de/2007/03/Denkmal"><i>Ein Land auf Abriss</i></a>. Artikel zur Lage des Denkmalschutzes in: <i><a href="Die_Zeit" title="Die Zeit">Die Zeit</a></i>, 11. Januar 2007.</li>
<li><a href="Dieter_Martin" title="Dieter Martin">Dieter J. Martin</a>, Stefan Mieth, Jörg Spennemann: <i>Die Zumutbarkeit im Denkmalrecht. Eigentumsgrundrecht und Denkmalschutz in der Praxis.</i> Kohlhammer, Stuttgart 2014, ISBN 978-3-17-023332-4.</li>
<li>Jürgen Mirow: <i>Abgerissen. Verlorene Bauwerke in Deutschland</i>. Vergangenheitsverlag, Berlin 2019, ISBN 978-3-86408-253-5.</li>
<li><a href="Kerstin_von_der_Decken" title="Kerstin von der Decken">Kerstin von der Decken</a>: <i>Kulturgüterrecht (NomosGesetze).</i> Nomos, München, 2. Auflage 2020, ISBN 978-3-8487-3647-8.</li></ul>
<p><b>Österreich</b>
</p>
<ul><li><a href="Dieter_Klein_(Kunsthistoriker)" title="Dieter Klein (Kunsthistoriker)">Dieter Klein</a>, <a href="Martin_Kupf" title="Martin Kupf">Martin Kupf</a>, <a href="Robert_Schediwy" title="Robert Schediwy">Robert Schediwy</a>: <i>Wiener Stadtbildverluste</i>. Wien 2004, ISBN 3-8258-7754-X.</li>
<li>Wolfgang Huber: <i>Begriffsbestimmungen und Literatur zum österreichischen Denkmalschutzgesetz.</i> In: <i>Kunsthistoriker aktuell.</i> Nr. 2/2003.</li></ul>
<p><b>Schweiz</b>
</p>
<ul><li>Simon Bundi: <i>Graubünden und der Heimatschutz. Von der Erfindung der Heimat zur Erhaltung des Dorfes Guarda</i> (= <i>Quellen und Forschungen zur Bündner Geschichte.</i> Band 26). Chur 2012, ISBN 978-3-85637-418-1.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Cultural_heritage_management?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Denkmalschutz</a></span></b> – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><span class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wiktionary"></span></span></span><b><a href="https://de.wiktionary.org/wiki/Denkmalschutz" class="extiw external" title="wikt:Denkmalschutz">Wiktionary: Denkmalschutz</a></b> – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen</div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://portal.dnb.de/opac.htm?method=simpleSearch&query=4011457-0">Literatur von und über Denkmalschutz</a> im Katalog der <a href="Deutsche_Nationalbibliothek" title="Deutsche Nationalbibliothek">Deutschen Nationalbibliothek</a></li></ul>
<p><b>Deutschland</b>
</p>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.denkmalliste.org/denkmallisten.html">Denkmallisten</a> und <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.denkmalliste.org/denkmalschutzgesetze.html">Denkmalschutzgesetze</a> bei denkmalliste.org</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.denkmalschutz.de/">Deutsche Stiftung Denkmalschutz</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.vdl-denkmalpflege.de/">VDL – Vereinigung der Denkmalfachämter in den Ländern</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.dnk.de/denkmalschutz/#nationaler-denkmalschutz"><i>Denkmalschutz</i></a> Deutsches Nationalkomitee für Denkmalschutz</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.bürger-für-denkmale.de/stiftung-denkmalschutz-berlin.html">Stiftung Denkmalschutz Berlin</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.igbauernhaus.de/">IGB – Interessengemeinschaft Bauernhaus e. V.</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.kleks-online.de/">KLEKs – das Kulturlandschafts-Wiki</a>, offene Geodatenbank über Denkmale u. a. Kulturlandschaftselemente</li>
<li><a href="Rheinischer_Verein_f%C3%BCr_Denkmalpflege_und_Landschaftsschutz" title="Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz">Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz e. V.</a></li></ul>
<p><b>Österreich</b>
</p>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.bda.gv.at/">Bundesdenkmalamt Österreich</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.initiative-denkmalschutz.at/">Initiative Denkmalschutz</a> (Verein)</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.denkmal-ortsbildpflege.at/">Österreichische Gesellschaft für Denkmal- und Ortsbildpflege</a></li></ul>
<p><b>Schweiz</b>
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<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://denkmalpflege.ch/home.html">KSD</a> – <a href="Konferenz_der_Schweizer_Denkmalpflegerinnen_und_Denkmalpfleger" title="Konferenz der Schweizer Denkmalpflegerinnen und Denkmalpfleger">Konferenz der Schweizer Denkmalpflegerinnen und Denkmalpfleger</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.ivs.admin.ch/">IVS</a> – <a href="Inventar_historischer_Verkehrswege_der_Schweiz" title="Inventar historischer Verkehrswege der Schweiz">Bundesinventar der historischen Verkehrswege der Schweiz</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.bak.admin.ch/bak/de/home/baukultur/isos-und-ortsbildschutz.html">ISOS</a> – Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz von nationaler Bedeutung</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.nike-kulturerbe.ch/de/i/">NIKE</a> – Nationale Informationsstelle zum Kulturerbe</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
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<li id="cite_note-20"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-20">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.buzer.de/s1.htm?g=Kulturg%C3%BCterr%C3%BCckgabegesetz+%E2%80%93+KultG%C3%BCR%C3%BCckG&f=1">Kulturgüterrückgabegesetz – KultGüRückG</a><span style="display:none"></span></span></span>
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<li id="cite_note-21"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-21">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.buzer.de/s1.htm?g=Gesetz+zur+Ausf%C3%BChrung+der+Konvention+vom+14.+Mai+1954+zum+Schutz+von+Kulturgut+bei+bewaffneten+Konflikten&f=1">Gesetz zur Ausführung der Konvention vom 14. Mai 1954 zum Schutz von Kulturgut bei bewaffneten Konflikten</a><span style="display:none"></span></span></span>
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<li id="cite_note-22"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-22">↑</a></span> <span class="reference-text">Link-Sammlungen zu den Denkmalschutzgesetzen der deutschen Bundesländer befinden sich auch auf <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.denkmalliste.org/denkmalschutzgesetze.html">denkmalliste.org</a> und auf <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.dnk.de/denkmalschutz/">dnk.de</a>, beide führen zu den aktuellen Gesetzessammlungen; abgerufen am 29. Januar 2022.</span>
</li>
<li id="cite_note-23"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-23">↑</a></span> <span class="reference-text"><style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261891140">
/* start https://de.wikipedia.org/ */
.mw-parser-output .webarchiv-memento a{color:inherit}
/* end https://de.wikipedia.org/ */
</style><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20160118113632/http://www.haus-und-grund.com/emagazin/1108/files/assets/seo/page10.html"><i>Baudenkmäler, Geschützt – Immobilien als Kulturerbe</i>.</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 18. Januar 2016 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>) (PDF). In: <i>Magazin Haus & Grund.</i> Ausgabe 8/2011, S. 14.</span>
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<li id="cite_note-24"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-24">↑</a></span> <span class="reference-text"><span style="display:none"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://deadurl.invalid/http://www.bietigheimerzeitung.de/bz1/news/bauen_wohnen_artikel.php?artikel=5820034">@1</a></span><span style="display:none"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.bietigheimerzeitung.de/bz1/news/bauen_wohnen_artikel.php?artikel=5820034">@2</a></span><span style="display:none">Vorlage:Toter Link/www.bietigheimerzeitung.de</span><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.bietigheimerzeitung.de/bz1/news/bauen_wohnen_artikel.php?artikel=5820034">Immobilie als Kulturerbe.</a> <small>(Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2018. <a rel="nofollow" class="external text" href="http://timetravel.mementoweb.org/list/2010/http://www.bietigheimerzeitung.de/bz1/news/bauen_wohnen_artikel.php?artikel=5820034">Suche in Webarchiven</a>)</small> In: <i>Bietigheimer Zeitung.</i> Online, 27. August 2011.</span>
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<li id="cite_note-25"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-25">↑</a></span> <span class="reference-text">Thomas Wegmann: <i>Historische Parkanlagen und Naturschutz-Kompensationsmaßnahmen sind nicht immer „Gute Freunde“. Über systematische Zerstörungen von Teilen einer gartendenkmalschutzwürdigen Parkanlage der <a href="Ruhr-Universit%C3%A4t_Bochum" title="Ruhr-Universität Bochum">Ruhr-Universität Bochum</a>.</i> In: <i><a href="Die_Gartenkunst" title="Die Gartenkunst">Die Gartenkunst</a>.</i> 29, 2017/1, S. 205–223.</span>
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<li id="cite_note-63"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-63">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.jcyl.es/web/jcyl/binarios/503/544/Decreto%20Protecci%C3%B3n%20de%20escudos.pdf?blobheader=application/pdf%3Bcharset%3DUTF-8&blobheadername1=Cache-Control&blobheadername2=Expires&blobheadername3=Site&blobheadervalue1=no-store%2Cno-cache%2Cmust-revalidate&blobheadervalue2=0&blobheadervalue3=Portal_Patrimonio&blobnocache=true"><i>Decreto de protección de los escudos, emblemas, piedras heráldicas, rollos de justicia, cruces de término y piedras similares de interés histórico – artístico.</i></a> (PDF) 1. Februar 1963,<span class="Abrufdatum"> abgerufen am 1. Oktober 2012</span> (spanisch).</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3ADenkmalschutz&rft.title=Decreto+de+protecci%C3%B3n+de+los+escudos%2C+emblemas%2C+piedras+her%C3%A1ldicas%2C+rollos+de+justicia%2C+cruces+de+t%C3%A9rmino+y+piedras+similares+de+inter%C3%A9s+hist%C3%B3rico+%E2%80%93+art%C3%ADstico&rft.description=Decreto+de+protecci%C3%B3n+de+los+escudos%2C+emblemas%2C+piedras+her%C3%A1ldicas%2C+rollos+de+justicia%2C+cruces+de+t%C3%A9rmino+y+piedras+similares+de+inter%C3%A9s+hist%C3%B3rico+%E2%80%93+art%C3%ADstico&rft.identifier=http%3A%2F%2Fwww.jcyl.es%2Fweb%2Fjcyl%2Fbinarios%2F503%2F544%2FDecreto%2520Protecci%25C3%25B3n%2520de%2520escudos.pdf%3Fblobheader%3Dapplication%252Fpdf%253Bcharset%253DUTF-8%26blobheadername1%3DCache-Control%26blobheadername2%3DExpires%26blobheadername3%3DSite%26blobheadervalue1%3Dno-store%252Cno-cache%252Cmust-revalidate%26blobheadervalue2%3D0%26blobheadervalue3%3DPortal_Patrimonio%26blobnocache%3Dtrue&rft.date=1963-02-01&rft.language=es"> </span></span>
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<li id="cite_note-64"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-64">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.boe.es/boe/dias/1973/03/13/pdfs/A05042-05043.pdf"><i>Decreto 449/1973, de 22 de febrero, por el que se colocan bajo protección del Estado español, los “hórreos” o “cabazos” antiguos en Asturias.</i></a> (PDF; 155 kB) 22. Februar 1973,<span class="Abrufdatum"> abgerufen am 1. Oktober 2012</span> (spanisch).</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3ADenkmalschutz&rft.title=Decreto+449%2F1973%2C+de+22+de+febrero%2C+por+el+que+se+colocan+bajo+protecci%C3%B3n+del+Estado+espa%C3%B1ol%2C+los+%E2%80%9Ch%C3%B3rreos%E2%80%9D+o+%E2%80%9Ccabazos%E2%80%9D+antiguos+en+Asturias.&rft.description=Decreto+449%2F1973%2C+de+22+de+febrero%2C+por+el+que+se+colocan+bajo+protecci%C3%B3n+del+Estado+espa%C3%B1ol%2C+los+%E2%80%9Ch%C3%B3rreos%E2%80%9D+o+%E2%80%9Ccabazos%E2%80%9D+antiguos+en+Asturias.&rft.identifier=http%3A%2F%2Fwww.boe.es%2Fboe%2Fdias%2F1973%2F03%2F13%2Fpdfs%2FA05042-05043.pdf&rft.date=1973-02-22&rft.language=es"> </span></span>
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<li id="cite_note-65"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-65">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.boe.es/buscar/doc.php?id=BOE-A-1985-12534"><i>Ley 16/1985, de 25 de junio, del Patrimonio Histórico Español.</i></a> Artikel 40.2. 25. Juni 1985,<span class="Abrufdatum"> abgerufen am 8. September 2012</span> (spanisch).</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3ADenkmalschutz&rft.title=Ley+16%2F1985%2C+de+25+de+junio%2C+del+Patrimonio+Hist%C3%B3rico+Espa%C3%B1ol&rft.description=Ley+16%2F1985%2C+de+25+de+junio%2C+del+Patrimonio+Hist%C3%B3rico+Espa%C3%B1ol&rft.identifier=http%3A%2F%2Fwww.boe.es%2Fbuscar%2Fdoc.php%3Fid%3DBOE-A-1985-12534&rft.date=1985-06-25&rft.language=es"> </span></span>
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